Von: Lukas Unterkofler
St. Vigil in Enneberg/Stilfs/Tiers – Mehrere Bäche sind nach Starkregenereignissen am Samstagnachmittag verklaust und über die Ufer getreten. Besonders stark betroffen waren die Gemeinden St. Vigil in Enneberg, Stilfs und Tiers.
Nach dem Murenabgang vom Samstagnachmittag im Gadertal zwischen St. Vigil und Pederü räumt die Gruppe mit Vorarbeiter Tobias Obwegs auf, berichtet Thomas Gamper vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost: Im Föjedöra-Bach und im Talbach (Rü de Val) waren Muren abgegangen, in beiden Bächen wurde jeweils eine Brücke weggerissen. Mit Unterstützung von zehn Baggern räumt die Wildbachverbauung rund 35.000 bis 40.000 Kubikmeter Schlamm und Geröll weg. Die verlegte Straße nach Pederü ist nach Räumarbeiten wieder einspurig mit Ampelregelung befahrbar. Für die Sofortmaßnahme sind voraussichtlich 350.000 Euro nötig.
Nachdem im Pleisserbach (auch Pleisshornbach genannt) am Samstagabend rund 60.000 Kubikmeter Murmaterial abgegangen waren, ist er ausgeufert, berichtet Julius Staffler vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung West, im Bereich seiner Mündung in den Eiswandfernerbach und in den Trafoierferner verklauste das Murmaterial die beiden Bäche völlig oder teilweise. Die Gruppe mit Vorarbeiter Florian Hofer begann noch am Sonntag mit Hilfe eines Baggers mit den Aufräumarbeiten. Das Material muss entfernt werden, damit die Wallfahrtskirche zu den Heiligen drei Brunnen wieder geschützt ist.
Im Tschamintal ist der Wanderweg abgerutscht und hat eine Trinkwasserleitung freigelegt, berichtet Hansjörg Prugg vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd: Nach einem heftigen Unwetter am Sonntagabend ist der Tschaminbach über die Ufer getreten, große Mengen an Bachschutt wurden mobilisiert und abgelagert. Dabei wurden zwei Holzbrücken weggerissen und eine Trinkwasserleitung freigespült. Die Uferschutzmauern wurden unterspült und an einigen Stellen zerstört. Große Materialmengen füllten das Rückhaltebecken auf. Die Gruppe mit Vorarbeiter Michael Helfer setzt nun eine Sofortmaßnahme zur Behebung der Schäden im Umfang von 400.000 Euro um.







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