Sieben Jugendliche auf Quästur gebracht

Bozen: Fiasko für nicht genehmigte Versammlung 

Samstag, 31. Oktober 2026 | 10:11 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Bozen – Im Vorfeld war die Sorge in der Südtiroler Landeshauptstadt vor Ausschreitungen wie in Mailand und Paris groß. Doch die angekündigte, nicht genehmigte Versammlung auf dem Waltherplatz in Bozen ist am Freitagnachmittag weitgehend im Sand verlaufen. Die Polizei kontrollierte rund 15 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. Sieben von ihnen wurden zur Identitätsfeststellung auf die Quästur gebracht und am Abend wieder freigelassen.

Für die Aktion, die über soziale Netzwerke angekündigt worden war, hatten die Behörden umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Neben der Staatspolizei waren auch Finanzpolizei, Ortspolizei und Carabinieri im Einsatz. Zu den befürchteten Ausschreitungen kam es aber glücklicherweise nicht. Die Jugendlichen konnten keine überzeugende Erklärung für ihr Treffen liefern, berichtet die Zeitung Alto Adige. Die Exekutivbeamten entschieden schließlich, sieben Minderjährige in die Quästur zu bringen. Grundlage dafür sind neue Bestimmungen des Sicherheitsdekrets, die solche Maßnahmen auch bei präventiven Kontrollen in städtischen Bereichen mit erhöhtem Risiko von Jugendkriminalität ermöglichen.

Nach Angaben des Berichts waren die meisten der sieben Jugendlichen bereits polizeilich aufgefallen. Anzeigen wurden keine erstattet. Die Eltern wurden verständigt und mussten ihre Kinder in der Quästur abholen.

Im Vorfeld hatten einige Geschäfte in der Innenstadt aus Sorge vor möglichen Ausschreitungen vorsorglich Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Einzelne Lokale blieben geschlossen, Banken verstärkten ihren Objektschutz. Auch das Einkaufszentrum WaltherPark, das in Drohungen auf sozialen Netzwerken als mögliches Ziel von Plünderungen genannt worden war, setzte zwölf zusätzliche Sicherheitskräfte ein. Die Lage blieb den gesamten Tag über ruhig.

Bezirk: Bozen

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