"Gefährlicher Flaschenhals"

Chaos vor Bozner Bahnhof: Busfahrer schlagen Alarm

Montag, 07. September 2026 | 10:15 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Bozen – Vor dem Bozner Bahnhof wird die Verkehrssituation zunehmend zum Problem. Die Sasa-Fahrer sprechen von einem gefährlichen „Flaschenhals“ und fordern eine Entlastung. Dort tummeln sich Shuttlebusse, Taxis, private Reisebusse, und Linienbusse auf engstem Raum. Auch Autos, die Zugfahrer zum Bahnhof bringen und dafür kurz parken müssen, verschärfen die Situation.

Vor allem in den Stoßzeiten komme es immer wieder zu Behinderungen. Hotel-Shuttles würden auf den vorgesehenen Flächen auf Fahrgäste warten, während private Busse teilweise für Fahrerwechsel oder zum Einsteigen der Passagiere stehen bleiben. Für die Öffi-Busse werde es dadurch eng – gleichzeitig queren zahlreiche Reisende mit Koffern die Fahrbahn.

Die Gewerkschaft UIL Trasporti bringt deshalb eine konkrete Lösung ins Spiel: Private Busse und Hotel-Shuttles sollen künftig über die Schlachthofstraße von der Hinterseite zum Bahnhof gelangen. Dort könnten Fahrerwechsel und das Einsteigen der Fahrgäste sicher abgewickelt werden.

Dafür wäre allerdings eine Vereinbarung zwischen Sasa, RFI und dem Land notwendig. Die Gewerkschaft arbeitet nach eigenen Angaben bereits seit mehreren Wochen an dem Vorschlag.

“Wir wollen niemanden vertreiben, sondern Ordnung in einem inzwischen überfüllten Bereich schaffen”, betont UIL-Transportsekretär Artan Mullaymeri gegenüber der Zeitung Alto Adige. Besonders die Sicherheit bereite den Busfahrern Sorgen. Die Gewerkschaft drängt deshalb auf eine rasche Lösung.

Bezirk: Bozen

Kommentare

Aktuell sind 9 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen