Postpolizei warnt vor Betrügern

Damit der Traum vom Ferienhaus nicht zum Albtraum wird

Montag, 29. Juni 2020 | 15:57 Uhr

Bozen – Die Post- und Kommunikationspolizei der Abteilung in Bozen teilt mit, dass auf verschiedenen Internetseiten regelmäßig Anzeigen erscheinen, mit denen nicht existierende „Ferienimmobilien“ zur Miete angeboten werden. Manchmal werden auch tatsächlich bestehende Ferienhäuser oder -wohnungen von Personen angeboten, die dazu nicht berechtigt sind.

Der vermeintliche „Vermieter“ erweist sich oft als sehr hilfsbereit und sendet dem interessierten Kunden einen Vertragsentwurf zu, um so den Eindruck einer seriösen „Transaktion“ zu vermitteln. Gleichzeitig verlangt er eine Anzahlung.

In der Wirklichkeit handelt es sich um einen Betrug und der ahnungslose Verbraucher, der einen Urlaub buchen möchte, tappt in die Falle.

Der Sommer 2020 ist in vielerlei Hinsicht anders. Nach der schwierigen Zeit der Ausgangssperre verspüren viele den Wunsch nach Urlaub. Gleichzeitig besteht aber auch das starke Bedürfnis nach Sicherheit – vor allem in gesundheitlicher Hinsicht. Eine Ferienwohnung, die man mit eigener Anreise leicht erreichen kann, wird für viele zu einer praktikablen Alternative.

Die Post- und Kommunikationspolizei unterstützt Bürger täglich bei Fragen zur Sicherheit im Internet und hilft ihnen, mögliche Risiken zu identifizieren. Dass das Internet zur Suche nach Urlaubsmöglichkeiten genutzt wird, gehört heutzutage zum Alltag und stellt ein großes Potenzial dar. Allerdings gibt es auch Risiken.

Deshalb ist es besonders wichtig, sowohl bei der Suche als auch der Buchung im Internet auf bestimmte Dinge zu achten. Die Post- und Kommunikationspolizei, die Nationalen Konsumentenunion UNC (Unione Nazionale Consumatori) und Subito geben auch heuer ein paar einfache und konkrete Tipps zur sicheren Auswahl einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses.

Hier ein Leitfaden mit acht Regeln:

1. Um die Wahrhaftigkeit der Bilder, die man im Internet gefunden hat, zu überprüfen, sollte man die Fotos der Anzeige mithilfe der Bildersuche bei einer Suchmaschine hochladen. So kann man feststellen, ob es sich um Archivfotos oder um aktuelle Aufnahmen einer realen Wohnung handelt.

2. Um herauszufinden, ob die Beschreibung der Immobilie und des Gebiets (Entfernung zum Meer, zentrale Lage…) in der Anzeige der Wahrheit entsprechen, sollte man die Straße auf einer im Internet verfügbaren Karte suchen und sie sich per Satellit anschauen, sobald man den genauen Ort gefunden hat.

3. Für weitere Informationen sollte man den Anbieter der Plattform kontaktieren, zusätzliche Informationen und Fotos der Immobilie anfordern und eventuell nach einer Telefonnummer des Besitzers der Immobilie – möglicherweise nach einer Festnetznummer – fragen.

4. Um zu herauszufinden, ob ein Preis zu hoch, zu niedrig oder angemessen ist, ist es sinnvoll, eine zusätzliche Suche in dem Gebiet über jene Plattform durchzuführen, in der die Anzeige geschaltet ist. Man kann dazu auch eine Suchmaschine verwenden und prüfen, ob der Preis angemessen ist und ob er tatsächlich mit der Lage und der Beschaffenheit der Wohnung übereinstimmt. Erscheint der Preis zu niedrig, sollte man Vorsicht walten lassen.

5. Um zu überprüfen, dass alles korrekt ist, sollte man sich nach Möglichkeit mit dem Inserenten treffen, um sich das Haus oder die Wohnung bereits vor dem Urlaub zu besichtigen.

6. Bei Ferienwohnungen und -häusern ist der Antrag auf Anzahlung legitim, sofern er 20 Prozent des Gesamtbetrags nicht überschreitet.

7. Kopien von persönlichen Dokumenten sollten niemals versendet werden: Personalausweis, Führerschein oder Reisepass dürfen niemals weitergegeben werden, da sie für rechtswidrige Zwecke verwendet werden können.

8. Zahlungen sollten nur über IBAN oder über andere nachverfolgbare Zahlungsmethoden vorgenommen werden. Die IBAN-Nummer muss auf ein Bankkonto in Italien zurückverfolgbar sein. Die Nummer kann mit Online-Tools wie einem IBAN-Rechner überprüft werden.

Für weitere Informationen können sich die Bürger unter der Telefonnummer 0471/531413 oder schriftlich per E-Mail unter der Adresse sez.polposta.bz@pecps.poliziadistato.it an die Abteilung für Post- und Kommunikationspolizei in Bozen wenden.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "Damit der Traum vom Ferienhaus nicht zum Albtraum wird"


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Ars Vivendi
Ars Vivendi
Grünschnabel
3 Tage 56 Min

Die Vorfreude auf den Urlaub, große Erleichterung, endlich etwas Schönes gefunden zu haben, ein super Angebot mit tollen Fotos, da lässt die Vorsicht manchmal zu wünschen übrig. Wem ist das nicht auch schon passiert ? Mir schon 🙈

Horti
Horti
Grünschnabel
3 Tage 14 Min

@ars, Schnäppchen können ganz schön teuer werden. Tut mir leid für Dich.

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Grünschnabel
2 Tage 23 h

@Horti…war kein Schnäppchen, war ein pseudo 5 * Sterne Hotel in der Türkei, leider erst halb fertig gebaut. Einmal und nie wieder. Aus Schaden wird man klug.

Lorietta12345678
2 Tage 12 h

Einfach bei seriösem Anbieter buchen, wir buchen seit Jahren bei ferienhausmiete de, ist zu 100 Prozent verlässlich und wenn man nicht genau in den Zentren der Ferienregionen sucht immer ein Schnäppchen.

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Grünschnabel
2 Tage 11 h

@Lorietta12345678..hatte damals bei fti Touristik München gebucht. Seither nur noch, bei Bedarf, bei interchalet.ch

Gredner
Gredner
Universalgelehrter
2 Tage 23 h
Einige der Ratschläge hier sind problematisch oder entgegengesetzt der allgemeinen Gepflogenheiten: 1. Die Bilder überprüfen ist mühevoll – das macht niemand 3. Den Anbieter einer Plattform wie AirBnb odee Booking.com zu kontaktieren ist praktisch unmöglich. Und die E-Mail oder Telefonnummer geben sie bewusst nicht bekannt, da sie vermeiden wollen, dass der Vermeiter direkt kontaktiert wird – das ist engegen ihrem Geschäftsmodell. 5. Wie bitte soll ich mich mit dem Inserenten treffen? Dazu müsste ich ein zweites Mal in den Urlaub fahren… 6. Die Anzahlung beträgt im Normalfall 33% (15% bis 25% ist in etwa die Kommission, welche Portale oder Reisebüros… Weiterlesen »
marher
marher
Superredner
3 Tage 3 h

Die Betrüger sind immer einen Schritt voraus. Dennoch jeder Bürger kann sich irgendwie schützen bevor Zahlungen geleistet werden. Er muss sich nur die Zeit nehmen, dann bleiben die genannten Betrügereien sicher aus.

xXx
xXx
Universalgelehrter
2 Tage 23 h

oder man holt sich diese Sicherheiten hleich über eine serilse Plattform wie z.b. Airbnb 🤷🏻‍♂️

Gredner
Gredner
Universalgelehrter
2 Tage 18 h

Ohne das Portal beim Namen zu nennen, bezieht sich die Postpolizei bei den Warnungen genau auf AirBNB, denn dort sind solch betrügerische Einträge möglich. Beim Portal des Tourismusvereins oder von Booking.com hingegen nicht, da diese die Inserenten kontrollieren.

nuisnix
nuisnix
Superredner
2 Tage 12 h

Hahaha, gut getroffen 😀

Faktenchecker
Faktenchecker
Universalgelehrter
1 Tag 10 h

“1. Verifizierte Identifikation

Wer sich bei Airbnb anmeldet, kann sich verifizieren lassen. Das geht zum einen über soziale Netzwerke wie beispielsweise Facebook oder LinkedIn. Die Identifikation wird dann über das Facebook-Profil vorgenommen. So kann die Möglichkeit, bei der Identität zu schummeln, deutlich verringert werden. Aber auch ein eingescannter Ausweis dient als Nachweis. Dafür bekommen Airbnb’ler das “Verifizierte Identifikation”-Abzeichen im Profil.”

In den Kleinanzeigen geht das leichter.

hage
hage
Tratscher
3 Tage 26 Min

Sollen sich in die Hotels und Pensionen einquartieren, dann stehen die FerienHäuser nicht 90 % leer und unbewohnt mit runtergelassenen Rollläden. Cortina lässt grüßen… auch bei uns sind wir nicht weit weg

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