Es gab einen Vorfall

Künftiges Heim von “Ötzi” wird zum Tatort: Polizei rückt an

Montag, 12. Oktober 2026 | 09:31 Uhr
Update

Von: Lukas Unterkofler

Bozen – Zerbrochene Fensterscheiben, provisorische Schlafplätze und ein mutmaßlicher Übergriff: Das ehemalige Enel-Gebäude in Bozen, das künftig möglicherweise das Archäologiemuseum mit der Gletschermumie Ötzi beherbergen soll, wird offenbar als Unterkunft genutzt. In dem leer stehenden Haus an der Kreuzung Dante- und Drususstraße sollen sich mehrere obdachlose Menschen eingerichtet haben. Beschädigte Fenster, offene Fensterläden und verbogene Zaungitter deuten darauf hin, dass sich Personen Zugang verschafft haben.

Bereits in der vergangenen Woche hatten Arbeiter einer beauftragten Firma bei Vermessungsarbeiten auf einen Einsatz im Inneren verzichtet. Sie hätten bemerkt, dass sich Menschen im Gebäude aufhielten, und wollten kein Risiko eingehen.

Am frühen Morgen kam es dann zu einem Polizeieinsatz. Ein junger Mann schrie lautstark, er sei im Gebäude von einem anderen Mann angegriffen und geschlagen worden. Gegenüber den Exekutivbeamten gab er an, einen Faustschlag und einen Schlag mit einem Stock abbekommen zu haben. Die Polizei rückte mit drei Streifenwagen an und kontrollierte das Gebäude. Kurz darauf verließen zwei Männer das Areal, indem sie über den Zaun kletterten, berichtete die Zeitung Alto Adige.

Bis das Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt wird, stellt sich die Frage, wie verhindert werden kann, dass sich dort ein unkontrollierter und möglicherweise gefährlicher Aufenthaltsort entwickelt.

Bezirk: Bozen

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