Bewohner mussten Häuser verlassen

Evakuierung bei Brand im Föhrenwald im Bezirk Neunkirchen

Freitag, 14. August 2026 | 16:09 Uhr

Von: importer

Im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) ist am Freitag erneut ein Brand ausgebrochen. Es wurde die höchste Alarmstufe (B4) ausgelöst. Rund 700 Feuerwehrmitglieder rückten aus, auch sieben Hubschrauber standen im Einsatz. Die Flammen breiteten sich in Richtung von Häusern in der Katastralgemeinde Neusiedl am Steinfeld aus. Eine Siedlung mit rund 150 Personen wurde laut Feuerwehr evakuiert. Eine Notunterkunft werde eingerichtet, hieß es vom Roten Kreuz.

Von der Evakuierung betroffen waren Teile der Katastralgemeinde Neusiedl am Steinfeld. Bewohner der Bahnstraße und Waldstrandsiedlung sowie in der Oberen und Unteren Waldgasse wurden evakuiert. Auch ein Gasthaus in dem betroffenen Gebiet musste schließen. Die Gemeinde habe den Krisenstab einberufen, berichtete Vizebürgermeister Johannes Tinhof (SPÖ). Betroffene wurden ins Gemeindezentrum gebracht, viele kamen bei Angehörigen oder Freunden unter.

Rauchsäule kilometerweit zu sehen

Es handelte sich um einen ausgedehnten Wald- und Flurbrand. Betroffen sei ein anderes Gebiet als beim Feuer in der Vorwoche, teilte Klaus Stebal vom Landeskommando auf Anfrage mit. Eine Rauchsäule war kilometerweit zu sehen. Wind erschwerte die Löscharbeiten. 84 Feuerwehren, der Flugdienst und der Sonderdienst Waldbrand sowie drei Katastrophenhilfsdienst-Züge waren im Einsatz. Unterstützung kam von vier Hubschraubern des Innenministeriums, zwei von privaten Firmen und einem Black Hawk des Bundesheeres. Das Rote Kreuz stand mit mehreren Fahrzeugen und einem Kriseninterventionsteam im Einsatz, berichtete Sprecherin Sonja Kellner der APA. Ebenso war der Arbeiter-Samariter-Bund an Ort und Stelle.

Erst in der Vorwoche rund 100 Hektar großer Waldbrand

Erst vergangene Woche hatte sich ein Feuer im Föhrenwald auf rund 100 Hektar ausgedehnt. Die Flammen waren in der Vorwoche am Mittwochnachmittag ausgebrochen, es dauerte bis Sonntagabend, ehe “Brand aus” gegeben wurde. Hunderte Feuerwehrleute standen im Einsatz. Verursacht worden sein soll der Brand nach Ermittlungen der Polizei durch Phosphor in Munitionsteilen einer Ende des Zweiten Weltkrieges gesprengten Fabrik. Das Feuer zählt zu den größten in Niederösterreich in den vergangenen Jahren.

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