Zwei weitere Verletzte - Bergrettung Meran im Dauereinsatz

Kölner stirbt in Bergen bei Meran

Samstag, 03. Oktober 2026 | 20:13 Uhr
Update

Von: Lukas Unterkofler

Meran/Hafling – Ein ungewöhnlich arbeitsreicher Nachmittag liegt hinter der Bergrettung Meran. Innerhalb von nur zwei Stunden mussten die Einsatzkräfte zu drei unterschiedlichen Notfällen ausrücken, bei denen ein 82-jähriger Wanderer ums Leben kam und zwei weitere Personen verletzt wurden.

Den Auftakt bildete gegen 15.00 Uhr die Meldung über eine abgestürzte Person am Saltauser Waalweg im Gemeindegebiet von Riffian. Oberhalb der Landesfischzucht fanden die Bergretter einen 82-jährigen Urlauber aus Köln vor, der am frühen Samstagnachmittag um 14.45 Uhr vermutlich ausgerutscht und in die Tiefe gestürzt war.

Gemeinsam mit dem Notarzt aus Meran begannen die Einsatzkräfte sofort mit der Wiederbelebung, doch trotz aller Bemühungen konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. Während das Notarzteinsatzfahrzeug der Sektion Meran, der Rettungswagen der Italienischen Roten Kreuzes Meran, der Bergrettungsdienst Meran und die Freiwillige Feuerwehr Schenna vor Ort im Einsatz waren, kümmerten sich die Helfer anschließend um die Ehefrau des Verstorbenen und verständigten die Notfallseelsorge.

Noch während dieses Rettungseinsatzes folgte kurz nach 15.00 Uhr der nächste Alarm aus Hafling. Unterhalb des Viertlerhofes war eine Gruppe von drei Radfahrern unterwegs, als eine 51-jährige Meranerin stürzte. Sie erlitt ein Rippentrauma sowie ein stumpfes Bauchtrauma mit dem Verdacht auf eine Milzverletzung. Wegen der starken Schmerzen wurde ein Notarzt hinzugezogen, der die Erstversorgung übernahm, bevor der Notarzthubschrauber Pelikan 1 die Patientin in das Krankenhaus nach Bozen flog.

Gegen 16.30 Uhr wurde die Bergrettung schließlich zu einem weiteren Notfall gerufen, diesmal zu einem Paragleiter-Unfall bei der Stafellhütte auf rund 1.965 Metern Höhe. Ein 28-jähriger Meraner war bei dem Absturz verletzt worden und klagte über starke Rückenschmerzen. Neben einem Rettungshubschrauber rückte auch eine Mannschaft der Bergrettung mit einem Einsatzfahrzeug aus, um den Verletzten zu versorgen und in das Krankenhaus Meran zu bringen.

Insgesamt standen bei diesen drei aufeinanderfolgenden Einsätzen 25 Bergretter rund vier Stunden lang im unermüdlichen Einsatz.

Bezirk: Burggrafenamt

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