Von: Sophia Molitor
Abtei – Der Major der Ladinischen Schützen, Emanuel Delmonego, bezieht klar und unmissverständlich Stellung gegen die Entscheidung der Führung des Skigebiets, die ladinische Bezeichnung „Plan de Corones” aus den offiziellen Kommunikationsstrategien zu streichen.
„Es handelt sich hierbei nicht um eine einfache grafische Umgestaltung”, erklärt Delmonego, „sondern um einen schwerwiegenden Akt kultureller Gewalt gegen unsere Minderheit und die Geschichte unseres Territoriums. Als Ladinische Schützen werden wir die Fäuste auf den Tisch schlagen: Unsere Identität und die Würde unserer Täler sind keine käuflichen Waren, die den Logiken des globalen Profits geopfert werden dürfen.”
Es ist, laut der ladinischen Schützen, ein zusätzlicher Affront gegen eine Minderheit, die bereits unter sozialen und wirtschaftlichen Folgen leidet.
“Seit Jahren erleben wir eine schleichende Entleerung unserer Dörfer: Die Jugend ist gezwungen abzuwandern, weil es an echten Entwicklungsperspektiven fehlt, während die Einheimischen machtlos einer zügellosen Immobilienspekulation zusehen müssen. Häuser und Grundstücke werden zu astronomischen Preisen an Auswärtige verkauft – Summen, die ein lokaler Arbeiter nicht einmal ansatzweise aufbringen kann. Wir wenigen Verbliebenen verteidigen unsere Wurzeln mit aller Kraft, doch die Arroganz von Managern, die sich über die Geschichte erhaben glauben, droht den kommenden Generationen den Rest zu geben.
Wir werden nicht dulden, dass der „Gott des Geldes” jene Rechte mit Füßen tritt, die durch unsere eigene Autonomie geschützt sind. Wenn die Marketingmanager glauben, dass das historische Gedächtnis hinter den Umsätzen zurücktreten muss, sei ihnen in Erinnerung gerufen, dass die Zeit und die Gerechtigkeit der Heimat immer dafür sorgen, die Dinge wieder an ihren rechten Platz zu rücken. Plan de Corones ist und bleibt der Name dieses Berges.
Wir richten daher einen formellen und dringenden Appell an die lokale Politik und die Vertreter unseres Landes: Die Autonomie darf nicht zu einem bloßen Wahlslogan verkommen, sondern muss sich in konkreten und sofortigen Schutzmaßnahmen widerspiegeln. Wir fordern eine dringende gesetzliche Intervention, um der Immobilienspekulation einen Riegel vorzuschieben und diesen kulturellen Kahlschlag zu stoppen. Wer angesichts dieser Provokation schweigt, macht sich mitschuldig an der Auslöschung unserer Identität.” betont Delmonego scharf.




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