Von: importer
Nach dem Tod einer Wissenschafterin von einem Pest-Forschungszentrum in Sibirien haben die russischen Behörden die Reihenuntersuchungen von Kontaktpersonen fast abgeschlossen. 90 Prozent der Personen unter Beobachtung seien untersucht worden, teilte die für Seuchenbekämpfung zuständige Behörde Rospotrebnadsor mit. Es seien keine Gesundheitsbeeinträchtigungen im Zusammenhang mit Infektionskrankheiten festgestellt worden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Tass weiter.
“Die Ergebnisse von fast 5.000 Labortests haben keinerlei gefährliche pathogene (krankheitserregende) Mikroorganismen gezeigt”, hieß es. Nicht gesagt wurde, wie viele mögliche Kontaktpersonen der gestorbenen Wissenschafterin untersucht wurden. In Presseberichten waren Zahlen bis zu 200 Personen genannt worden.
Behörde: Es gab keinen Laborunfall
Die Behörde bekräftigte ihre Stellungnahme vom Sonntag, der zufolge es keinen Laborunfall in dem Institut zur Bekämpfung von Pestkrankheiten in Irkutsk gab. Es gebe kein Seuchenrisiko für die Region etwa 4.200 Kilometer östlich von Moskau, wurde auch betont. Russland habe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) regelkonform über den Vorfall informiert, teilte Rospotrebnadsor mit.
Die 28-jährige Frau war am vergangenen Freitag gestorben. Als offizielle Todesursache gilt eine Lungenentzündung unbekannter Herkunft. Genauere Angaben haben die Behörden bisher nicht gemacht. Die Frau sei aber nicht mit den Pesterregern infiziert gewesen, mit denen sie beruflich zu tun hatte, hieß es.
Kreml nennt Medienberichte falsch
Der undurchsichtige Fall einer möglichen Infektion mit der Lungenpest ruft aber Besorgnis im Ausland hervor. Die USA, die EU und die WHO forderten weitere Informationen. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte in Moskau unterdessen, man solle sich an die offiziellen Informationen von Rospotrebnadsor halten. Die meisten Informationen zu Irkutsk in Medien seien falsch.




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