Von: Matthias Knapp
St. Leonhard in Passeier – Ein 31-Jähriger hat am Sportplatz in St. Leonhard in Passeier eine Brieftasche aus einem Auto entwendet und ging mit den gestohlenen Kreditkarten sofort auf Einkaufstour. Womit er nicht gerechnet hatte: Sämtliche Zahlungen wurden dem Besitzer aufs Handy gemeldet. Die Carabinieri, bei denen Anzeige erstattet wurde, konnten den Täter in Rekordzeit aufspüren.
Das rasche Eingreifen der Carabinieri von St. Leonhard in Passeier hat am Montagvormittag zur schnellen Aufklärung des Falls geführt: Innerhalb knapp einer Stunde konnte der mutmaßliche Dieb gefasst und das Diebesgut weitgehend sichergestellt werden.
Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 31-jährigen Obdachlosen nordafrikanischer Herkunft, der auf freiem Fuß angezeigt wurde. Der Täter hatte einen Moment ausgenutzt, in dem der Wagen unbeaufsichtigt war, der auf dem Parkplatz neben dem örtlichen Sportplatz abgestellt war.
Anschließend drang er in das Fahrzeug ein, um aus dem Innenraum die Brieftasche zu entwenden. Darin befanden sich unter anderem 70 Euro in bar, Ausweis und Papiere des Besitzers sowie mehrere Kreditkarten.
Gleich danach steuerte der 31-Jährige mehrere Geschäfte in der Nähe an und nutzte die gestohlenen Karten, um verschiedene Einkäufe zu tätigen. Genau das wurde ihm jedoch zum Verhängnis: Push-Nachrichten der Bank über die Transaktionen erreichten umgehend das Smartphone des rechtmäßigen Besitzers, der wiederum sofort die Ordnungshüter verständigte.
Aufgrund der Angaben zu den Standorten der Abbuchungen leiteten die Carabinieri eine gezielte Fahndung ein. Nur knapp eine Stunde später konnten die Ordnungshüter den Mann ausfindig machen. Bei der anschließenden Durchsuchung wurde fast das gesamte Diebesgut bei ihm sichergestellt. Lediglich die 70 Euro Bargeld hatte er bereits ausgegeben.
Brieftasche, Dokumente und Kreditkarten wurden dem rechtmäßigen Eigentümer umgehend zurückgegeben, während der 31-Jährige wegen schweren Diebstahls sowie der unbefugten Nutzung von Kreditkarten angezeigt wurde. Nun muss sich die Justiz mit dem Fall befassen.




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