Von: luk
Glurns – Die kleine Stadt Glurns im Vinschgau greift diesen Sommer zu einer klaren Maßnahme: Die historische Innenstadt wird für zwei Monate weitgehend für den Durchzugsverkehr gesperrt.
Ziel ist es, die kleinste Stadt Südtirols spürbar von Verkehr, Lärm und Abgasen zu entlasten.
Die Stadtgemeinde Glurns teilte mit, dass die Regelung vom 6. Juli bis einschließlich 31. August 2026 gilt – jeweils rund um die Uhr. In dieser Zeit ist die Durchfahrt durch die Altstadt für den Transitverkehr nicht mehr möglich.
Hintergrund der Entscheidung ist die hohe Verkehrsbelastung in den Sommermonaten. Nach Angaben der Gemeinde rollen an Spitzentagen tausende Fahrzeuge durch die engen Gassen innerhalb der historischen Stadtmauern. Für Anwohnerinnen und Anwohner sei die Situation mittlerweile „kaum mehr tragbar“, heißt es aus dem Rathaus.
Wer weiterhin durch darf
Ganz dicht macht die Stadt jedoch nicht. Eine Reihe von Ausnahmen bleibt bestehen. Dazu zählen unter anderem:
Anrainer mit Wohnsitz in Glurns
Inhaber von Parkvignetten
landwirtschaftliche Fahrzeuge
Linienbusse
Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Polizei und Rettung
Menschen mit Behinderung
Beherbergungsgäste mit Buchungsnachweis
Fahrzeuge im Rahmen von Ladetätigkeiten (7.00 bis 10.00 Uhr)
Fahrräder sowie Fahrzeuge mit Sondergenehmigung
Mehr Ruhe, weniger Abgase
Mit der Sperre verfolgt die Gemeinde ein klares Ziel: mehr Lebensqualität in der historischen Altstadt. Neben der Reduktion von Lärm und Schadstoffen soll auch die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer verbessert werden.
Die Maßnahme ist zunächst für den Sommer befristet. Während der Geltungsdauer will die Gemeinde die Auswirkungen auf Verkehr, Wirtschaft und Wohnqualität genau beobachten und auswerten.
Die Stadtverwaltung bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis und Kooperation und setzt darauf, dass die Verkehrsberuhigung einen spürbaren Beitrag zu einer ruhigeren Altstadt leisten wird.




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