Von: Lukas Unterkofler
Bozen – Ein 60-jähriger Südtiroler ist Anfang Oktober in seiner Wohnung in einer kleinen Gemeinde in Südtirol ums Leben gekommen. Nach ersten Ermittlungen dürfte ein riskantes Erotikspiel zu dem tödlichen Unfall geführt haben. Die Staatsanwaltschaft Bozen wurde informiert.
Angehörige hatten den Mann vermisst und am Morgen Alarm geschlagen. Als die Carabinieri die Wohnung betraten, fanden sie ihn leblos in seinem Bett. Der Tod dürfte sich zwischen Donnerstag, 1. Oktober, und Freitag, 2. Oktober, ereignet haben, berichtet die Zeitung Alto Adige.
Die Ermittler gehen von einem Erstickungstod aus. Nach ersten Erkenntnissen hatte sich der Mann bei einer sogenannten autoerotischen Asphyxie einen Gegenstand aus Plastik über den Kopf gezogen, wodurch die Atemwege blockiert wurden. Offenbar verlor er dabei innerhalb kurzer Zeit das Bewusstsein und konnte sich nicht mehr befreien.
Die Spurensicherung der Carabinieri untersuchte die Wohnung über mehrere Stunden. Hinweise auf eine weitere Person wurden nicht gefunden. Es gab weder Anzeichen für Gewalt noch fehlte etwas aus der Wohnung. Auch die Situation im Schlafzimmer deutete nach bisherigen Erkenntnissen auf einen Unfall hin. Die verwendeten Gegenstände sowie elektronische Geräte des Mannes wurden sichergestellt.
Noch soll geprüft werden, ob der 60-Jährige kurz vor seinem Tod über sein Smartphone Kontakt zu einer anderen Person hatte. Eine aktive Beteiligung Dritter schließen die Ermittler derzeit jedoch aus. Ob eine Obduktion angeordnet wird, ist noch offen.




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