Von: importer
Nach dem Brand von mehr als 200 Bootsgaragen in der Ruster Bucht am Neusiedler See in der vergangenen Woche laufen derzeit weiterhin Ermittlungen zur Brandursache. Diese gestalten sich schwierig, weil eingestürzte Gebäude und die unmittelbare Nähe zum Wasser das Gelände schwer zugänglich machen, erläuterte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Burgenland am Dienstag auf APA-Anfrage.
Die betroffene Fläche, auf der Spuren gesichert werden müssen, sei außerdem relativ groß. Die umfangreichen Ermittlungen könnten deshalb noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Neben der Arbeit an Ort und Stelle wurden zuletzt auch Drohnenbilder ausgewertet.
Im Neusiedler See wurden Ölsperren errichtet, um zu verhindern, dass sich Schutt und Verunreinigungen im Gewässer ausbreiten. Bürgermeister Gerold Stagl (SPÖ) ging deshalb am Dienstag davon aus, dass der Brand keine gravierenden Auswirkungen auf das Wasser in der Ruster Bucht haben wird. Er sprach von 221 Garagen, die mit den darin gelagerten Booten zerstört wurden. Die Freistadt Rust ist Verpächterin. Die Bootsgaragen stehen im Eigentum der Pächterinnen und Pächter.
Stadt arbeitet an Übergangslösung
Derzeit arbeite die Stadt daran, eine Übergangslösung anzubieten. Über den Wiederaufbau sollen zu einem späteren Zeitpunkt Gespräche aufgenommen werden, sagte Stagl. Wie hoch der Schaden tatsächlich ist, sei derzeit noch nicht abschätzbar. Er dürfte jedenfalls beträchtlich sein.
Das Feuer war in der Nacht auf vergangenen Donnerstag ausgebrochen und hatte 14 Feuerwehren mit rund 300 Mitgliedern gefordert. Zur Untersuchung der Wasserqualität wurden Proben entnommen. Nach der Schadensuntersuchung soll das Areal geräumt und wieder aufgebaut werden.




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