Von: importer
Das Dorotheum Wien spricht von einem “Paukenschlag”: Bei der Antiquitätenauktion am Dienstag erzielte die dem italienischen Bildhauer Antonio Corradini zugeschriebene Marmorbüste “Donna Velata” einen Rekordpreis von 1,925 Millionen Euro. Laut Katalog war der Schätzpreis mit 12.000 bis 16.000 Euro angegeben. Als Grund für die Preisexplosion hieß es auf APA-Anfrage, dass dem Künstler die Urheberschaft erst kurz vor der Auktion zugeordnet werden konnte.
Laut Angaben des Auktionshauses, das sich über den 160-fachen Verkaufswert euphorisch zeigte, war im Zuge eines Restaurierungsprojekts im Museum Ca’ Rezzonico in Venedig das Gipsmodell zur nunmehr versteigerten Skulptur entdeckt worden, wodurch das Werk dem Künstler eindeutig zugeordnet werden konnte. Im Katalog wurde es ihm noch lediglich zugeschrieben.
Verschleierte Frauenfiguren gelten laut Dorotheum als Markenzeichen von Corradini (1688-1752). In Wien, wo er rund ein Jahrzehnt lebte, stand der Künstler als Hofbildhauer im Dienste Kaiser Karls VI. Eine dem Künstler zugeschriebene Statue Karls VI. befindet sich im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek. Die Figuren des Vermählungsbrunnens auf dem Hohen Markt in Wien gehören ebenfalls zu seinen Arbeiten.
(S E R V I C E – www.dorotheum.com/de/a/127279/ )




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