Von: Lukas Unterkofler
Tignale – Eine große Rauchwolke steht über dem Gardasee: In Tignale am westlichen Gardasee ist in der Nacht ein Waldbrand außer Kontrolle geraten. Das lodernde Feuer war weitum sichtbar und versetzte Anwohner wie Touristen in große Sorge.
Die Flammen breiteten sich in dem bergigen Gebiet auf rund 800 Höhenmetern oberhalb von Gardola aus und kamen teilweise gefährlich nahe an bewohnte Gebäude. Rund 200 Menschen mussten vorsorglich ihre Häuser und eine Ferienanlage verlassen. Zwei Löschflugzeuge vom Typ Canadair stehen mittlerweile im Einsatz.

Das Feuer war am Vorabend ausgebrochen. In der Nacht kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen, die durch den Wind zusätzlich angefacht wurden. Noch am frühen Morgen war die massive Rauchsäule über mehrere Kilometer hinweg sichtbar.
Im Einsatz stehen die Berufsfeuerwehren aus der Provinz Brescia sowie zahlreiche freiwillige Feuerwehrleute aus dem Trentino. Auch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr von Riva del Garda rückten mit mehreren Fahrzeugen und Mannschaften aus.
Unterstützt werden die Löscharbeiten von der Zivilschutzorganisation, den Carabinieri, der Forstbehörde und freiwilligen Helfern der Waldbrandbekämpfung.
Zwei Canadair-Löschflugzeuge der nationalen Feuerwehrflotte wurden eingesetzt, um die Flammen aus der Luft zu bekämpfen.
Der Schwerpunkt liegt derzeit darauf, die Ausbreitung des Feuers einzudämmen und die Häuser in dem betroffenen Gebiet zu schützen. Ob bereits Schäden an Gebäuden entstanden sind, war zunächst nicht bekannt.
Die Lage ist besonders angespannt, weil das Gebiet rund um den Gardasee derzeit außergewöhnlich trocken ist, wie die Urlauberin Beatrice Harmjanz in einem Video erklärt, das sie Südtirol News zugespielt hat. Sie beobachtete die Lage von der Ostseite des Gardasees.
Die ausgetrocknete Vegetation bietet den Flammen reichlich Nahrung, während der Wind das Feuer zusätzlich antreiben kann. Die Einsatzkräfte versuchen deshalb, ein weiteres Übergreifen des Waldbrandes auf bewohnte Gebiete zu verhindern.

Bürgermeister von Tignale spricht von „furchterregenden Szenen“
Doch auch am Samstag in der Früh war die Lage noch nicht unter Kontrolle. Dichte Rauchschwaden ziehen über die Westseite des Gardasees. Die Einsatzkräfte sind weiter ohne Unterlass vor Ort, um das Feuer zu bändigen. Auch Häuser in der Gegend werden durchsucht, weil unklar ist, ob sie derzeit von Gästen besucht sind oder gerade leer stehen. Unter den evakuierten Personen sollen sich auch viele Urlauber befinden.
Tignales Bürgermeister Daniele Bonassi spricht von “furchterregenden Szenen” rund um die Wallfahrtskirche.







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