Von: luk
Rom – Kaum ist die jüngste Unwetterserie abgeklungen, kündigt sich bereits die nächste Wetterwende an. Laut Meteo Giornale steht Italien ein Wochenende mit extremen Gegensätzen bevor: Zunächst steigen die Temperaturen am Samstag und bis Sonntagvormittag nochmals deutlich an, ehe eine Störung aus Frankreich kräftige Gewitter, Starkregen, großen Hagel und schwere Sturmböen bringen könnte.
In den vergangenen Tagen hatten heftige Unwetter vor allem in Nord- und Mittelitalien enorme Schäden angerichtet. Teilweise gingen Hagelkörner mit einem Durchmesser von mehr als zehn Zentimetern nieder, Tausende Autos wurden beschädigt, Dächer zerstört und Ernten innerhalb weniger Minuten vernichtet.
Nun erwarten die Meteorologen eine ähnliche Wetterlage. Vor der heranziehenden Kaltfront strömt nochmals heiße Saharaluft nach Italien. Im Süden sowie auf Sardinien und Sizilien sind örtlich erneut Temperaturen von bis zu 40 Grad möglich. Auch in der Po-Ebene werden am Samstag Höchstwerte von 34 bis 35 Grad erwartet.
Bereits am Sonntag dürfte die Wetterlage jedoch kippen. Durch den Zusammenstoß der heißen Luft mit deutlich kühlerer Höhenluft könnten sich laut Meteo Giornale besonders kräftige Gewitterzellen bilden. Vor allem im Piemont, in der Lombardei, Venetien und der Emilia-Romagna besteht ein erhöhtes Risiko für Großhagel, heftige Starkregen und Sturmböen von über 100 Stundenkilometern. Die Unwetter werden voraussichtlich lokal auftreten, können dort aber erhebliche Schäden verursachen.
Ob sich die Gewitter am Sonntagabend und Montag auch auf Mittelitalien ausweiten, ist derzeit noch unsicher. Nach den aktuellen Berechnungen könnten unter anderem die Toskana, Umbrien, die Abruzzen sowie Teile Latiums betroffen sein. Für Süditalien und die großen Inseln wird hingegen überwiegend sonniges und sehr heißes Wetter erwartet.
Ab Dienstag dürfte sich die Wetterlage laut Meteo Giornale wieder beruhigen. Die Meteorologen weisen jedoch darauf hin, dass der rasche Wechsel zwischen extremer Hitze und kühler Luft besonders heftige Gewitter begünstigt und deshalb mit Vorsicht zu beobachten ist.




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