Von: Lukas Unterkofler
Rom – Die extreme Hitzewelle hält Europa weiter fest im Griff. Meteorologen rechnen damit, dass die außergewöhnlich hohen Temperaturen mindestens bis zum 18. August anhalten. Gleichzeitig deutet alles darauf hin, dass 2026 das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden könnte.
Nach Daten des Climate Reanalyzer der Universität Maine lag die durchschnittliche Temperatur auf der Nordhalbkugel Ende Juli bei 22,72 Grad – so hoch wie noch nie. Damit wurde der bisherige Rekord aus dem Jahr 2024 bereits deutlich übertroffen. Auch in Italien war der vergangene Juli der heißeste seit Beginn der Messungen und übertraf sogar den legendären Hitzesommer 2003.
Nach Einschätzung der Meteorologen hat sich der afrikanische Hochdruckeinfluss inzwischen als neue Sommerrealität etabliert. Die erhoffte nachhaltige Abkühlung könnte daher weiter auf sich warten lassen. Zwar gelangt am Wochenende etwas kühlere Luft über die Alpen, doch dürfte dies nur für eine kurze Verschnaufpause sorgen.
Mit der kühleren Luft steigt allerdings die Gefahr heftiger Gewitter und Hagelschauer. Für Teile Norditaliens, darunter auch die Region Trentino-Südtirol, wurde deshalb eine Wetterwarnung ausgegeben.
Parallel verschärft sich die Waldbrandgefahr. Von Piemont bis Sizilien kämpfen Einsatzkräfte gegen zahlreiche Feuer, die teils auch den Bahnverkehr beeinträchtigen.
Gleichzeitig leiden Flüsse und Seen unter der anhaltenden Trockenheit. In mehreren Regionen wird bereits über Notstandsmaßnahmen diskutiert, während auch große europäische Flüsse wie Donau und Rhein aufgrund des niedrigen Wasserstands zunehmend Probleme bereiten.




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