Von: Lukas Unterkofler
Dolomiten – Mehr als 250 Sprengkörper aus dem Ersten Weltkrieg haben Spezialisten des italienischen Heeres im Zuge ihrer sommerlichen Räumungskampagne 2026 in den Dolomiten und den umliegenden Gebirgsregionen entfernt. Die Einsätze erstreckten sich über mehrere Gebiete in Trentino-Südtirol und wurden in Zusammenarbeit mit Fachkräften staatlicher Stellen und lokalen Behörden durchgeführt.
55 Sprengkörper in einer Woche
In der letzten Einsatzwoche, die am Freitag, 16. Oktober, endete, waren die Pioniere des zweiten Pionierregiments der Brigade Julia im Gebiet Primiero im Einsatz. Dort machten sie 55 explosive Kriegsrelikte unschädlich: 18 italienische Artilleriegranaten mit einem Kaliber von 75 Millimetern sowie 37 französische Thevenot-Mörsergranaten, die damals auch von der italienischen Armee verwendet wurden.
Einsätze bis ins Hochgebirge
Weitere Räumungsarbeiten fanden am Carè Alto und an der Lares-Gletscherzunge in der Adamello-Brenta-Gruppe sowie im Martelltal und im Stilfserjoch-Nationalpark statt.
Die Spezialisten waren unter anderem auf der Cima Tre Cannoni, an den Hängen des Livrio-Gletschers sowie in der Nähe des Mandriccio-Passes und des Tonalepasses tätig.
Die Einsätze zeigen, dass auch mehr als ein Jahrhundert nach dem Ersten Weltkrieg noch zahlreiche gefährliche Hinterlassenschaften in den Bergen verborgen liegen.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen