Von: Lukas Unterkofler
Rom – Italien steht vor einem markanten Wetterumschwung: Während der Norden ab Donnerstag zunehmend von Gewittern erfasst wird, bleibt es in Mittel- und Süditalien hochsommerlich heiß. Die Wettermodelle zeichnen damit das Bild eines Landes, das sich in den kommenden Tagen praktisch in zwei Hälften teilt.
Am heutigen Mittwoch herrschte zunächst vielerorts noch ruhiges Sommerwetter. Doch bereits am Donnerstag, den 20. August, erreicht laut Meteo Giornale.it. eine Atlantik-Störung die Alpen und verdrängt den nördlichen Rand des afrikanischen Hochdruckgebiets.
Gewitter ziehen über den Norden
Die Wetterwende beginnt an den Alpen. Zunächst entwickeln sich dort Schauer und Gewitter, anschließend breiten sich die Niederschläge auf weitere Teile Norditaliens aus. Besonders Lombardei und das Triveneto könnten von teils kräftigen Unwettern betroffen sein.
Entlang der lombardischen Voralpen, im Nordosten sowie am Alpenbogen zwischen Ligurien und Piemont besteht laut den Prognosen ein erhöhtes Risiko für Hagel und plötzlich auftretenden Starkregen. Im Tagesverlauf ziehen die Gewitter weiter nach Osten. Auch im westlichen Teil der Emilia-Romagna sind am Abend stärkere Niederschläge möglich.
Am Freitag soll sich die unbeständige Wetterlage im Norden weiter fortsetzen. Die Temperaturen gehen dabei deutlich zurück.
Süden bleibt unter der Hitze gefangen
Während im Norden die Abkühlung beginnt, bleibt der Süden Italiens fest im Griff der afrikanischen Warmluft. Besonders auf Sizilien, Sardinien und in den südlichen Regionen des Festlandes werden weiterhin sehr hohe Temperaturen erwartet.
Örtlich können die Höchstwerte laut den Prognosen bis auf 42 Grad steigen. Auch in den kommenden Tagen zeichnet sich dort zunächst keine durchgreifende Abkühlung ab.
In Mittelitalien ist die Lage etwas ausgeglichener. Neben viel Sonne können sich vor allem entlang des Apennins einzelne Schauer und Gewitter entwickeln. Für die Toskana werden ab dem späten Donnerstag ebenfalls zunehmende Wolken und lokale Gewitter erwartet.
Damit entsteht in Italien ein ungewöhnlich deutlicher Gegensatz: Im Norden Gewitter, Starkregen und sinkende Temperaturen – im Süden weiterhin Sonne und extreme Hitze.
Der Temperaturrückgang im Norden dürfte nach den aktuellen Prognosen nur vorübergehend sein. Bereits ab Sonntag und in den darauffolgenden Tagen wird wieder mit steigenden Temperaturen gerechnet – unterbrochen von weiteren möglichen Wetterumschwüngen.




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