So hohe Investitionen wie noch nie

83 Millionen Euro fließen ins Südtiroler Radwegenetz

Mittwoch, 12. August 2026 | 13:21 Uhr

Von: Matthias Knapp

Bozen – Noch nie zuvor hat das Land Südtirol so viel in die Radmobilität investiert, wie jetzt. Das geht aus den Daten des Amtes für Infrastrukturen und nachhaltige Mobilität und des Bereiches Green Mobility der Sta – Südtiroler Transportstrukturen AG hervor. Zwischen 2022 und 2026 wurden dafür knapp 83 Millionen Euro bereitgestellt. Das entspricht jährlich mehr als 30 Euro pro Einwohnerin und Einwohner in Südtirol.

Unter der Federführung von Infrastrukturen- und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider wurden 46,9 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt, 22,6 Millionen Euro aus europäischen EFRE-Mitteln und 13,4 Millionen Euro aus dem Ministerialdekret 257/2024 gebündelt. Mit diesen Mitteln werden derzeit rund 60 Kilometer Radwege gebaut oder verbessert. Das entspricht mehr als zehn Prozent des übergemeindlichen Südtiroler Radwegenetzes.

“Das Fahrrad darf nicht nur als Freizeit- oder Tourismusgerät gesehen werden”, betont Landesrat Alfreider. “Das Rad muss immer mehr zu einem Verkehrsmittel für den Alltag werden, und zwar für den Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Bahnhof, zu Geschäften und zu öffentlichen Einrichtungen. Die beispiellosen Investitionen der vergangenen Jahre dienen genau dazu, sichere, durchgehende und tatsächlich täglich nutzbare Verbindungen zu schaffen.”

Mehr als 20,8 Millionen Euro für zehn konkrete Projekte: Sichtbare Ergebnisse im ganzen Land

Zu den bereits abgeschlossenen Maßnahmen mit einem Gesamtwert von 3,36 Millionen Euro gehören der Radweg entlang der Alten Landstraße in Algund mit einer Investition von 707.613 Euro, der Rad- und Gehweg am rechten Eisackufer in Bozen zwischen Reschenbrücke und Casanova mit 691.293 Euro, die Verlängerung des Radwegs von St. Jakob bis zur Wurzerstraße in Leifers mit 710.841 Euro, der Radweg zwischen Prad am Stilfserjoch und Stilfser Brücke mit 560.477 Euro sowie der Ausbau der Brennerstaatsstraße (SS 12) im Bereich Plunger im Wipptal, wo ein neuer Radweg entsteht, mit 685.000 Euro.

Noch umfangreicher ist das Paket der bereits laufenden oder kurz vor dem Abschluss stehenden Arbeiten: Im Burggrafenamt werden 5,74 Millionen Euro in den Ausbau des Radwegs auf dem Meraner Gemeindegebiet zwischen Sinich und dem Bahnhof Untermais im Bereich der Marlinger Brücke investiert. Im Eisacktal kostet die Neugestaltung des übergemeindlichen Radwegs im Bereich Klausen Nord 2,02 Millionen Euro. In Gais im Pustertal wird das Radwegenetz entlang der Josef-Riehl-Straße mit 2,85 Millionen Euro ausgebaut. Im Grödnertal stehen für den neuen Radweg Rodaval zwischen St. Christina und Wolkenstein 4,83 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 2,05 Millionen Euro sind für die Beleuchtung der Radverbindung Kaltern–Eppan–Bozen vorgesehen.

Insgesamt haben die fünf laufenden Projekte einen Wert von rund 17,49 Millionen Euro. Zusammen mit den bereits abgeschlossenen und den derzeit umgesetzten Arbeiten überschreiten die zehn  Projekte damit Investitionen von 20,8 Millionen Euro.

Bezirk: Bozen

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