Von: Matthias Knapp
Bozen – Jungen Menschen eine Bühne für Debatten geben: Dies soll beim ersten Südtiroler Debattierwettbewerb “Sternstunden der Demokratie” ermöglicht werden. Die Idee dazu kam von der Silvius Magnago Stiftung, umgesetzt wird sie vom Südtiroler Jugendring und unterstützt wird sie von der Deutschen Bildungsdirektion. Landesrat Philipp Achammer hob bei der Vorstellung am 29. September hervor: “Zuhören, aufeinander eingehen, Zeit für Argumente finden: Demokratie lebt davon, Debatten auszutragen, respektvoll und fair die Gegenmeinung anzunehmen. Im Debattierwettbewerb können junge Menschen dies erproben.” Denn: “Gute Argumente zählen mehr als Lautstärke”, zeigte sich Achammer überzeugt. Wer lerne zuzuhören, zu argumentieren und Widerspruch auszuhalten, sei besser darauf vorbereitet, Verantwortung zu übernehmen.
Die Präsidentin der Silvius Magnago Stiftung, Martha Stocker, berichtete, dass die Idee für den Wettbewerb im Gespräch mit jungen Menschen über Silvius Magnago und sein Ringen um das Autonomie-Paket entstanden sei. “Magnago war es wichtig, dass bei Abstimmungen immer Gegner und Befürworter zu Wort kamen. Diese Haltung bezeichneten seine Gegner als ‘Sternstunden der Demokratie’ – in Anlehnung daran, organisieren wir nun den Wettbewerb für junge Menschen”, sagte Stocker. Dazu anmelden können sich Interessierte im Alter von 13 bis 19 Jahren bis zum 25. Oktober.
Der Wettbewerb findet am 18. November in Bozen statt. Diskutiert wird in Zweierteams über gesellschafts- und jugendrelevante Themen, die den Teams wenige Tage vor dem Wettbewerb mitgeteilt werden. Wenige Minuten vor Beginn der Debatte wird bekanntgegeben, ob für oder gegen argumentiert werden muss. In einer 12-minütige Debatte der Zweierteams gilt es, zuzuhören, aufeinander einzugehen, Gegenargumente aufzugreifen und/oder zu entkräften. Ein Schlussplädoyer, bei dem auch Gemeinsames hervorgehoben werden kann, rundet die Debatte ab. Peter Grund, Leiter der Abteilung Partizipation im Südtiroler Jugendring, führte aus, dass es bei der Jurybewertung vor allem um Teamleistung, Debattenkultur und Argumentation gehe. “Als Südtiroler Jugendring ist es uns ein wichtiges Anliegen, Initiativen dieser Art mitzutragen, da sie Werte wie Demokratie und Respekt aktiv vermitteln”, sagte Grund.




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