Geinderat für weitere Investitionen in Infrastruktur, Sicherheit und Mobilität

Dringende Maßnahmen für das kommente Schuljahr

Freitag, 31. Juli 2026 | 10:11 Uhr

Von: Sophia Molitor

Innichen – Der Gemeinderat der Marktgemeinde Innichen behandelte in seiner Sitzung vom 30. Juli 2026 eine Reihe wichtiger Themen aus den Bereichen Infrastruktur, Haushalt, Raumordnung und Gemeindeentwicklung.

Zu Beginn der Sitzung ratifizierte der Gemeinderat den Dringlichkeitsbeschluss des Gemeindeausschusses betreffend die Durchführung außerordentlicher Sanierungsarbeiten an der Deckenkonstruktion im ersten Untergeschoss des Josef-Resch-Hauses. Im Zuge der Ausarbeitung eines Sicherheitskonzeptes für außerordentliche Veranstaltungen sowie einer umfassenden brandschutztechnischen Überprüfung des Gebäudes wurden statische Mängel an der Deckenkonstruktion festgestellt. Da ab dem kommenden Schuljahr eine Klasse der Wirtschaftsfachoberschule (WFO) im Josef-Resch-Haus untergebracht wird und die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler jederzeit gewährleistet sein muss, wurden die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen unverzüglich eingeleitet.

Im Rahmen der anschließenden Änderung des Haushaltsvoranschlages konnten laufende Mehreinnahmen in Höhe von 58.431,13 Euro sowie zusätzliche Investitionseinnahmen von 367.973,53 Euro veranschlagt werden. Ein wesentlicher Teil dieser Mittel fließt in die außerordentliche Instandhaltung des gemeindeeigenen Straßennetzes, insbesondere in die Sanierung der Jaufenstraße. Dadurch können dringend notwendige Erhaltungsmaßnahmen umgesetzt werden. Der Gemeinderat bestätigte zudem das Weiterbestehen sämtlicher Haushaltsgleichgewichte und stellte damit die finanzielle Stabilität und Handlungsfähigkeit der Gemeinde sicher.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf die Feststellung eines eingetretenen Unvereinbarkeitsgrundes bei einem Mitglied des Gemeinderates. Nach den Bestimmungen des Kodex der örtlichen Körperschaften der Autonomen Region Trentino-Südtirol darf das Amt eines Gemeinderatsmitgliedes nicht ausgeübt werden, wenn dieses als Verwalter mit Vertretungsbefugnissen mittelbar oder unmittelbar an Werkverträgen im Interesse der Gemeinde beteiligt ist und der jährliche Auftragswert den gesetzlich vorgesehenen Schwellenwert von 258.228,44 Euro überschreitet. Da diese Voraussetzung im konkreten Fall eingetreten ist, wurde das gesetzlich vorgesehene Verwaltungsverfahren eingeleitet. Das betroffene Gemeinderatsmitglied hat nun zehn Tage Zeit, allfällige Bemerkungen vorzubringen oder den Unvereinbarkeitsgrund zu beseitigen.

Im Bereich der Raumordnung genehmigte der Gemeinderat eine Änderung des Landschafts- und Bauleitplanes. Diese umfasst die Umwidmung von Teilflächen von Wald in Landwirtschaftsgebiet in Vierschach sowie die Umwidmung einer Teilfläche einer öffentlichen Grünfläche in eine Wohnbauzone B1 in Innichen.

Marktgemeinde Innichen

Zum Abschluss der Sitzung informierte Bürgermeister Klaus Rainer ausführlich über die Tätigkeit des Gemeindeausschusses. Seit der letzten Gemeinderatssitzung fanden insgesamt sechs Ausschusssitzungen statt, in denen 101 Beschlüsse gefasst wurden.

Erneuerungen auch für das Erlebnisbad Acquafun und für die Abwasserentsorgung 

Zu den wichtigsten Entscheidungen zählen die Erneuerung der Wasserleitung in der M.-H.-Hueber-Straße, die Genehmigung des Ausführungsprojektes für das neue Feuerwehrgerätehaus in Winnebach sowie die Ausschreibung mehrerer bedeutender Bauvorhaben. Weitere Schwerpunkte bilden die Erstellung eines Baumkatasters, die Umrüstung der Beleuchtung im Erlebnisbad Acquafun auf moderne LED-Technik, die Planung der Abwasserentsorgung für die Dreischusterhütte sowie die Vorbereitung der Verlegung der übergemeindlichen Fahrradroute in Winnebach. Darüber hinaus wurden die Ausschreibungen für die Behebung der Unwetterschäden am Schermkofelweg sowie für die außerordentliche Instandhaltung verschiedener Gemeindestraßen auf den Weg gebracht.

Der Gemeinderat wurde zudem über die anstehenden öffentlichen Ausschreibungen informiert. In den kommenden Monaten erfolgen unter anderem die Vergabe der Führung des Recyclinghofes für den Zeitraum 2027 bis 2029, die Bauarbeiten für das Feuerwehrgerätehaus Winnebach, die Sanierung des Kinderbeckens im Erlebnisbad Acquafun sowie weitere Straßen- und Radwegprojekte. Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfolgt schrittweise bis ins Frühjahr 2027.

Ein weiterer Informationspunkt betraf die Mure im Innerfeldtal vom 14. Juli 2026. Bürgermeister Klaus Rainer sprach allen Einsatzorganisationen, der Freiwilligen Feuerwehr, den Rettungsdiensten, den Sicherheitskräften sowie insbesondere der Wildbach- und Lawinenverbauung Ost seinen Dank für den raschen und professionellen Einsatz aus. Durch das koordinierte Vorgehen konnten die Sicherheit gewährleistet und die notwendigen Sicherungsmaßnahmen umgehend umgesetzt werden. Innerhalb kürzester Zeit errichtete die Wildbach- und Lawinenverbauung eine neue Ausweichstraße, welche den Murenkegel umgeht und damit den sicheren Zugang für die zahlreichen Wanderinnen und Wanderer im Innerfeldtal wieder ermöglicht.

Informiert wurde der Gemeinderat außerdem über die Unterzeichnung des Kaufvorvertrages für die Gewerbezone „Ex Kaiserwasser“ am 22. Juli 2026. Mit diesem wichtigen Schritt werden die Voraussetzungen geschaffen, um die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde sowie die Zukunftsperspektiven der heimischen Betriebe nachhaltig zu stärken.

Abschließend unterstrich Bürgermeister Klaus Rainer, dass die Marktgemeinde Innichen ihre Investitionen in die öffentliche Infrastruktur, die Sicherheit, die nachhaltige Mobilität und die öffentlichen Dienstleistungen weiter ausbaut. Ziel sei es, die Lebensqualität der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern, die öffentliche Infrastruktur zukunftsfit auszubauen und gleichzeitig die positive Entwicklung der Gemeinde langfristig abzusichern.

Bezirk: Pustertal

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