Vertrag für Landespersonal ist genehmigt

Früher zur Abfertigung

Freitag, 02. Oktober 2026 | 15:19 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Bozen – Auf Vorschlag von Personallandesrätin Magdalena Amhof hat die Landesregierung heute den neuen Bereichsvertrag für den Landesdienst genehmigt.

Dieser schafft auch die Voraussetzung für eine raschere Auszahlung der Abfertigung und Dienstprämie. “Wir setzen damit einen weiteren Schritt für die Aufwertung des öffentlichen Dienstes. Wichtige Berufsprofile werden gestärkt, und mit der Vorstreckung der Abfertigung wird eine lang erwartete Maßnahme für die Bediensteten nun konkret”, betonte Landesrätin Amhof bei der Pressekonferenz nach der Regierungssitzung in Bozen.

Abfertigung in 90 Tagen und einer Tranche, Start im November

Derzeit warten pensionierte öffentlich Bedienstete in Italien häufig 27 Monate oder länger auf ihre Abfertigung. Mit dem neuen Modell streckt das Land die fälligen Beträge vor, bis das INPS diese in Auszahlung bringt. Dadurch sollen die Beträge künftig innerhalb von drei Monaten ausgezahlt werden. “Die Abfertigung gehört den Bediensteten. Es ist ihr Geld, das sie sich im Laufe ihres Arbeitslebens erarbeitet haben” unterstrich Landesrätin Amhof.

Ressortdirektor Günther Burger verwies auf die umfangreichen Vorarbeiten der vergangenen Jahre und erläuterte die nächsten Schritte. Bevor der Vertrag in Kraft treten kann – aller Voraussicht nach Anfang November – muss er vom Rechnungshof zertifiziert werden. Vorausgesetzt wird auch eine Vereinbarung mit dem Nationalen Institut für soziale Fürsorge INPS/NISF, die derzeit zur Unterschrift aufliegt. “Gleich im Anschluss werden wir mit den Auszahlungen für die Dienstaustritte ab Oktober starten und parallel die bestehenden Wartelisten schrittweise abbauen”, sagte Burger.

Aufwertung für wichtige Berufsprofile

Der Bereichsvertrag umfasst insgesamt 21 Artikel und stärkt auch mehrere Berufsgruppen. So steigt die Zulage für den Bereitschaftsdienst von bisher 11 auf 30 Prozent des Anfangsgehaltes. Davon profitieren insbesondere Mitarbeitende im Landeszivilschutz oder anderen Bereichen, die auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen einsatzbereit sein müssen. Eine neue Zulage im Ausmaß von 30 Prozent des Anfangsgehalts erhalten zudem Fachkräfte für die Arbeitsintegration, die Menschen mit Behinderungen aktiv beim Einstieg in den Arbeitsmarkt unterstützen. Neu eingeführt wird außerdem das Berufsprofil der Fachkraft für Gewaltprävention für die ambulante Straßenarbeit.

Bezirk: Bozen

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