USA weiterhin für Attacken befreit

Iran verstärkt Vergeltungsangriffe auf US-Ziele

Mittwoch, 02. September 2026 | 06:21 Uhr

Von: importer

Als Vergeltung auf US-Angriffe hat der Iran seine Attacken auf US-Ziele in umliegenden Ländern der Region verstärkt, darunter in Jordanien, Kuwait und im Irak. Die “koordinierten” Angriffe mit Drohnen und Raketen hätten sich gegen US-Militärbasen in Erbil in der autonomen Region Kurdistan im Irak gerichtet, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA am Mittwoch. Die militärische Konfrontation zwischen den USA und dem Iran hatte sich zuvor deutlich verschärft.

Bei den iranischen Angriffen im Nachbarland Irak wurden nach Angaben iranischer Staatsmedien ein Wartungszentrum, Lagerhäuser und das “Leitsystem eines US-Überwachungsballons” zerstört. Die iranische Armee nahm Staatsmedien zufolge außerdem US-Streitkräfte auf einem Luftwaffenstützpunkt im mit Washington verbündeten Bahrain ins Visier.

Die Armee der Islamischen Republik habe “vor einigen Stunden Radarstationen und Sammelpunkte der terroristischen US-Streitkräfte auf dem Luftwaffenstützpunkt Scheich Isa in Bahrain durch intensive Angriffe mit Kamikazedrohnen angegriffen”, berichteten Staatsmedien. AFP-Reporter in Bahrain hörten Mittwochfrüh Luftalarmsirenen.

Attacken auf Jordanien und Kuwait

Zuvor hatten bereits Jordanien und Kuwait Luftangriffe aus dem Iran auf ihr jeweiliges Staatsgebiet gemeldet. Kuwaits Armee teilte Mittwochfrüh mit, dass ihre Luftabwehr derzeit “auf feindliche Raketen- und Drohnenangriffe” reagiere.

Zuvor hatte die jordanische Armee erklärt, dass insgesamt 13 aus dem Iran gestartete ballistische Raketen in den Luftraum des Königreichs eingedrungen seien. Zehn davon seien von der Luftabwehr abgefangen worden. Drei weitere Raketen schlugen demnach in abgelegenen Gebieten ein.

Die iranischen Revolutionsgarden teilten Mittwochfrüh laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim mit, dass der Stützpunkt Camp Titin des US-Marinekorps in Jordanien Ziel eines “massiven Raketenangriffs” geworden sei. Das Ausbildungslager befindet sich am Golf von Akaba, nahe den Grenzen zu Israel und Saudi-Arabien. Dabei sollen laut Revolutionsgarden eine große Anzahl von US-Soldaten getötet worden sein. Zwei US-Vertreter sagten der Nachrichtenagentur Reuters jedoch, es habe nach ersten Einschätzungen keine Opfer gegeben.

Die militärische Konfrontation zwischen den USA und dem Iran war am Sonntag wieder aufgeflammt und hatte sich am Dienstag deutlich verschärft. US-Streitkräfte griffen nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran an, Teheran meldete daraufhin Raketen- und Drohnenattacken auf US-Stützpunkte in der Region. US-Präsident Donald Trump drohte mit noch “viel härteren” Angriffen.

Explosionen bei Hormuz

Das iranische Staatsfernsehen berichtete, dass im Süden des Landes entlang der strategisch wichtigen Straße von Hormuz sowie auf einer Insel im Persischen Golf Explosionen zu hören gewesen seien. Außerdem habe das US-Militär einen Flughafen in der südlichen Provinz Kerman getroffen.

Der iranische Rote Halbmond teilte unterdessen mit, dass Splitterteile eines US-Raketenangriffs ein Haus in der Stadt Kuhestak getroffen hätten, in dem gerade eine Hochzeitsfeier stattfand. Dabei seien vier Menschen getötet worden, darunter ein Kind.

Zu Berichten über zivile Opfer der Angriffe vom Dienstag befragt, erklärte der Sprecher des zuständigen US-Regionalkommandos CENTCOM, Tim Hawkins: “Das US-Militär greift niemals Zivilisten an, im Gegensatz zu den IRGC”, wobei er sich auf die iranischen Revolutionsgarden bezog.

Zuvor hatte CENTCOM erklärt, die neuen US-Attacken seien als Reaktion auf “versuchte Angriffe” der iranischen Revolutionsgarden “auf Handelsschiffe in der Straße von Hormuz und auf in der Region stationierte US-Soldaten” erfolgt.

Attacken beendet

Am Dienstagabend erklärte das US-Militär seine jüngste Angriffswelle gegen die iranische Militärinfrastruktur zu Luft und zu Wasser für beendet. Die US-Streitkräfte hätten Ziele der Islamischen Revolutionsgarden angegriffen, teilte das für die Region zuständige US-Regionalkommando CENTCOM im Onlinedienst X mit. Darunter waren demnach Luftabwehrstellungen, Radarsysteme, Einrichtungen zum Minenlegen sowie Kommunikationsanlagen.

Nach sechs Monaten Krieg befinden sich die Konfliktparteien weiterhin in einer Pattsituation: Der Iran blockiert weiterhin die Straße von Hormuz, die USA setzen ihre Gegenblockade iranischer Häfen fort.

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