Von: importer
Israel hat vor dem dritten Jahrestag des Massakers vom 7. Oktober vor versuchten Anschlägen auf Israelis im Ausland und Juden weltweit gewarnt. Israels Verteidigungsminister Israel Katz versetzte die Armee seines Landes außerdem in höchste Alarmbereitschaft. Die Anweisung erfolgte angesichts von Geheimdienstinformationen “über die Absichten der Hamas, an diesem Tag Angriffe und Terroroperationen gegen unsere Streitkräfte im Gazastreifen zu verüben”, erklärte Katz’ Büro.
Der Nationale Sicherheitsrat verwies auf ein erhöhtes Risiko für solche Angriffe auf Juden neben entsprechenden Demonstrationen und Unruhen, wie es in einer Mitteilung hieß. “Terrororganisationen, angeführt durch den Iran und seine Stellvertreter, die Hamas und globale jihadistische Elemente, sehen das Datum als bedeutenden Meilenstein.”
In der Mitteilung forderte der Nationale Sicherheitsrat unter anderem dazu auf, nicht in Länder wie Jordanien, Katar und Ägypten zu reisen. Reisepläne sollten zudem generell nicht zuvor in sozialen Netzwerken veröffentlicht werden. Israelis sollten sich im Ausland von großen Menschenansammlungen und Demonstrationen fernhalten, hieß es.
Bei ihrem Angriff auf Israel hatten Hamas-Kämpfer und ihre Verbündeten am 7. Oktober 2023 insgesamt 1.221 Menschen getötet und 251 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte mit einem massiven Militäreinsatz im Gazastreifen, bei dem nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums mehr als 74.200 Menschen getötet wurden. Trotz einer im Oktober vergangenen Jahres vereinbarten Waffenruhe greift die israelische Armee weiterhin Ziele im Gazastreifen an. Sollten israelische Streitkräfte zu Schaden kommen, würden die Hamas und die Menschen im Gazastreifen einen “hohen Preis” zahlen, hieß es in der Mitteilung vom Dienstag weiter.
Gedenkfeiern in Israel und Österreich
In Israel wird am Mittwoch der Opfer des Terrorangriffs gedacht. Landesweit sind mehrere Gedenkveranstaltungen geplant, unter anderem in dem von den Islamisten überfallenen Kibbuz Kfar Aza nahe der Grenze zum Gazastreifen und am Ort des Nova-Musikfestivals im Süden Israels, wo die Angreifer mehr als 370 Menschen töteten und dutzende Geiseln nahmen.
Bereits am Vorabend des dritten Jahrestages wurde auch in Wien an den Terrorangriff erinnert. Israels Botschafter David Roet gedenkt gemeinsam mit der jüdischen und israelischen Gemeinschaft im Wiener Stadttempel der Opfer des 7. Oktober, teilte die Botschaft Dienstagnachmittag in einer Aussendung mit. Der Überlebende Oz Davidian, der sein Leben riskierte, um 120 Menschen aus dem Gebiet rund um das Nova-Musikfestival zu retten, berichtet demnach von seinen Erlebnissen.
Seit dem 7. Oktober musste sich Israel gegen Angriffe an sieben Fronten verteidigen, hieß es in der Aussendung weiter. Auch weit über die Region hinaus seien Jüdinnen und Juden sowie Israelis mit Feindseligkeit, Drohungen und Gewalt konfrontiert. In Österreich sei die Zahl der registrierten antisemitischen Vorfälle seit dem Massaker stark gestiegen. “Wir werden die Erinnerung an die Ermordeten und Gefallenen bewahren und entschlossen bleiben, unsere Bevölkerung zu schützen”, sagte Roet. “Ein Kind in Israel soll zu Hause ruhig schlafen können. Ein jüdisches Kind in Wien soll sicher aufwachsen und stolz auf seine Identität sein können. Trotz allem – wir werden niemals aufhören, nach Frieden zu streben.”




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