Kritik der International Air Transport Association (IATA) an US-Einreiseregelungen

Kritik an neuen US-Einreiseregelungen wegen Ebola

Donnerstag, 29. Oktober 2026 | 09:00 Uhr

Von: importer

Führende amerikanische und internationale Fluggesellschaften haben die US-Gesundheitsbehörde CDC aufgefordert, neue Einreiseregeln zu überdenken. Die Vorschriften – die die Einschleppung von Ebola verhindern sollen – sehen vor, dass ab kommender Woche alle in die USA einreisenden Personen bescheinigen müssen, dass sie sich in den vorangegangenen 21 Tagen nicht in der Demokratischen Republik Kongo aufgehalten haben.

Dies geht aus bisher unveröffentlichten Briefen der Verbände IATA und Airlines for America hervor, die die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Die International Air Transport Association (IATA) kritisierte die kurze Frist bis zum Inkrafttreten am kommenden Dienstag. “Es ist unzumutbar, dass die US-Regierung von allen Fluggesellschaften, die den US-Markt bedienen, verlangt, ihre Verfahren in weniger als zwei Wochen zu ändern, um von jeder einzelnen Person, die in die USA fliegt (Passagiere und Besatzung), eine Bescheinigung einzuholen”, hieß es in dem IATA-Schreiben.

Die US-Gesundheitsbehörde hatte am Freitag Telefonkonferenzen mit großen US-amerikanischen und ausländischen Fluggesellschaften abgehalten, um detailliert zu erläutern, wie die Fluggesellschaften die neuen Anforderungen erfüllen sollen. Seit Anfang dieses Jahr dürfen ausländische Staatsangehörige nicht in die USA einreisen, wenn sie sich in den vorangegangenen drei Wochen in Uganda oder im Südsudan aufgehalten haben. Im Juli wurden diese Beschränkungen auch auf US-Bürger ausgeweitet.

Der “Bundibugyo”-Stamm des Ebolavirus hatte sich monatelang unbemerkt verbreitet, bevor der Ausbruch im Mai gemeldet wurde. Er führt bei etwa der Hälfte der Infizierten zum Tod, und es gibt weder eine zugelassene Behandlung noch einen Impfstoff.

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