Von: Matthias Knapp
Bozen – In Südtirol gibt es rund 43 Lebensmitteltafeln, die zur Stelle sind, wenn Menschen Schwierigkeiten haben mit eigenen finanziellen Mitteln ihren Alltag zu meistern. Vor Kurzem haben sich Vertreterinnen und Vertreter der Südtiroler Lebensmitteltafeln mit Soziallandesrätin Rosmarie Pamer und der Direktorin des Amtes für Kinder- und Jugendschutz und Soziale Inklusion, Astrid Wiest, getroffen, um über gemeinsame Herausforderungen und Anliegen zu sprechen. “Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wertvoll diese Hilfe vor Ort ist. Die Lebensmitteltafeln zeigen, wie sozialer Zusammenhalt mit Leben gefüllt werden kann”, ist Landesrätin Pamer überzeugt. Sie hat selbst viele Jahre aktiv in der Psairer Lebensmitteltafel mitgearbeitet.
Beim Treffen stellte der Präsident der Landestafel/Banco Alimentare Trentino-Südtirol, Luca Merlino, Daten der Tätigkeiten im Jahr 2025 vor: Daraus ging hervor, dass in der Region Trentino-Südtirol insgesamt über 1755 Tonnen an Lebensmitteln gesammelt und verteilt wurden, rund 903 Tonnen in Südtirol und 852 Tonnen im Trentino. In Südtirol haben die 43 Lebensmitteltafeln fast 9000 Menschen unterstützt. Merlino informierte zudem über die Möglichkeit sich europäischen Programmen anzuschließen, um damit die Vorräte der Lebensmitteltafeln besser und differenzierter aufstocken zu können. Die Landestafel stehe dabei den einzelnen lokalen Trägervereinen der Lebensmitteltafeln unterstützend zur Seite.
Ein besonders wichtiger Tag, um die Vorratskammern der Lebensmitteltafeln wieder aufzufüllen, sei der jährlich stattfindende Aktionstag im November. In diesem Jahr werden am 14. November in ganz Südtirol haltbare Lebensmittel gesammelt. “Gerade auch dieser Aktionstag ist eine gute Möglichkeit, neue Helferinnen und Helfer ins Boot zu holen: Besonders junge Menschen könnten hier gut eingebunden und für diese wichtige gesellschaftliche Aufgabe begeistert werden”, regte Soziallandesrätin Pamer dazu an.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Landestafeln nutzen die Gelegenheit auch für den Erfahrungsaustausch untereinander. “Gerade wenn es darum geht, Menschen zu unterstützen, ist ein enges Netzwerk und der Austausch mit den unterschiedlichsten sozialen Anlaufstellen wichtig”, hielt Landesrätin Pamer fest. Das Ressort und das zuständige Landesamt liege viel an einer guten Zusammenarbeit und intensivem Austausch, unterstrich auch Amtsdirektorin Wiest, die beim Treffen unter anderem über die derzeit laufende Datenerhebung zum Aufkommen von Lebensmittelabfällen in Südtirol und weitere Maßnahmen, die vom Koordinierungstisch gegen Lebensmittelverschwendung angeregt wurden.




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