Von: Lukas Unterkofler
Sarnthein – Nach dem Einsturz einer Decke in der Mittelschule von Sarnthein haben die Carabinieri das gesamte Schulgebäude im Auftrag der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt und versiegelt. Nun soll geprüft werden, ob die Schule sicher ist. Damit ist auch der für 7. September geplante Schulstart gefährdet.
Der Einsturz ereignete sich bereits am 6. August im Bereich der Bibliothek. Dabei lösten sich mehrere Quadratmeter Dämmmaterial und Putz von der Decke und stürzten zu Boden. Verletzt wurde niemand. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich eine Mitarbeiterin und eine Reinigungskraft im Gebäude.
Laut Bürgermeister Josef Mair könnte eine Wassereinsickerung durch das Dach dazu geführt haben, dass sich das Dämmmaterial mit Wasser vollsog und sich schließlich löste. Noch am selben Tag habe die Gemeinde einen Statiker hinzugezogen, um weitere Schäden auszuschließen.
Die Behörden wurden laut der Zeitung Alto Adige allerdings erst über Beiträge in den sozialen Medien auf den Vorfall aufmerksam. Bei einer Kontrolle stellten die Carabinieri die Situation fest und informierten die Staatsanwaltschaft. Diese ordnete daraufhin die Versiegelung des gesamten Gebäudes an. Die Maßnahme hat die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens zur Folge.
Nun müssen sämtliche Decken und Räume der Schule überprüft werden. Für die Gemeinde ist die Situation besonders brisant: Ursprünglich sollte lediglich die beschädigte Bibliothek geschlossen, das Dach saniert und die Schule anschließend rechtzeitig zum Schulbeginn wieder geöffnet werden. Durch die Beschlagnahmung muss nun jedoch zunächst der Fortgang der Ermittlungen abgewartet werden.
“Die Wiedereröffnung der Schule ist gefährdet”, erklärt Bürgermeister Mair. Besonders bitter: Hätte sich der Einsturz nach dem geplanten Schulbeginn ereignet, hätte es möglicherweise Verletzte geben können.




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