Von: Lukas Unterkofler
Bozen – Landeshauptmann Arno Kompatscher hat Vertreterinnen und Vertreter deutschsprachiger Minderheitensender aus Südtirol, Luxemburg, der Schweiz und Belgien zu einem Austausch empfangen. Anlass für das Treffen war der regelmäßige Peer-Review der deutschen Minderheitensender, der in diesem Jahr in Südtirol statt gefunden hat.
Vertreten waren die RAI Bozen/Südtirol/Ladinia, 100komma7 aus Luxemburg, die Schweizer RTR sowie der Belgische Rundfunk BRF. Die Sender nutzen den Peer-Review zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch und zur Diskussion gemeinsamer Herausforderungen.
Beim Gespräch mit Landeshauptmann Kompatscher ging es insbesondere um die Situation von Medien in kleinen Sprach- und Sendegebieten. Die Vertreter der Sender berichteten über ihre Erfahrungen und die besonderen Herausforderungen, die sich daraus ergeben. Angesprochen wurden auch Fragen der journalistischen Unabhängigkeit und der politischen Nähe von Medien in kleinen Sprachräumen.
Kompatscher berichtete seinerseits über seinen jüngsten Besuch in Brüssel und den dortigen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern von Minderheiten. Dabei unterstrich er die Bedeutung einer starken europäischen Auseinandersetzung mit den Anliegen sprachlicher Minderheiten.
“Die Förderung der Medien ist auch ein Instrument, mit dem man Minderheitensprachen unterstützt”, betonte der Landeshauptmann. Medien in der jeweiligen Minderheitensprache seien ein wichtiges Instrument, um Sprache im Alltag präsent zu halten und den Zugang zu Information, Kultur und gesellschaftlicher Debatte zu sichern.
Auch das Thema Geoblocking wurde angesprochen. Gerade für kleinere Sprachgemeinschaften sei es wichtig, dass Medienangebote in der eigenen Sprache auch grenzüberschreitend zugänglich seien. “Auch hier müssen Schritte gesetzt werden”, sagte Kompatscher.
Der regelmäßige Peer-Review bietet den beteiligten Sendern die Möglichkeit, Erfahrungen aus unterschiedlichen europäischen Minderheitenregionen auszutauschen und gemeinsame Anliegen sichtbar zu machen.




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