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Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) hat Dienstagabend ihren japanischen Amtskollegen Toshimitsu Motegi in Wien getroffen. Meinl-Reisinger erklärte, die bilateralen Beziehungen zu Japan, dem wichtigsten Partner der EU im indopazifischen Raum, weiterentwickeln zu wollen. Motegi will vor allem die wirtschaftliche Kooperation etwa durch die Ansiedlung japanischer Unternehmen in Österreich vertiefen, teilte die japanische Botschaft der APA mit.
“Österreich und Japan treten gemeinsam für eine regelbasierte internationale Ordnung ein, die auf dem Respekt vor dem Völkerrecht, multilateraler Zusammenarbeit und friedlicher Konfliktlösung beruht”, sagte Meinl-Reisinger gegenüber der APA. Aufgrund der Zunahme geopolitischer Spannungen werde auch Handelspolitik zunehmend als politisches Druckmittel verwendet, so die Außenministerin. “Umso wichtiger ist es, dass wir mit Partnern wie Japan enger zusammenarbeiten, die wie wir für eine regelbasierte Welt- und Handelsordnung eintreten”, betonte Meinl-Reisinger. Sie würdigte Japans engagierten Einsatz für den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) und besonders die Arbeit der Präsidentin des IStGH, Akane Tokomoko.
Beide Außenminister bekräftigten weiters ihre Absicht, angesichts der gegenwärtigen internationalen Lage die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wirtschaftssicherheit einschließlich der Stärkung der Lieferketten sowie der Spitzentechnologien, insbesondere Robotik und künstliche Intelligenz, zu verstärken. Sie vereinbarten, den Austausch zwischen Unternehmen und Forschern, einschließlich des Bereichs der Spitzentechnologie durch das “Japanisch-Österreichische Komitee für Zukunftsfragen”, ein öffentlich-privates Forum beider Länder, weiter zu fördern.
Beide Außenminister einigten sich zudem darauf, bei der Bewältigung von regionalen Krisenherden – Ukraine, Nahost, Nordkorea – eng zusammenarbeiten zu wollen. Die Sicherheit im euro-atlantischen und im indopazifischen Raum sei untrennbar miteinander verbunden, sagte Motegi. Außerdem solle die internationale Ordnung auf Grundlage der Rechtsstaatlichkeit und die Zusammenarbeit bei den Vereinten Nationen weiter verstärkt werden, hieß es unisono.




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