Auch das Befüllen privater Schwimmbäder ist verboten

Meran schränkt die Nutzung des Trinkwassers für Bewässerung ein

Freitag, 29. Mai 2026 | 09:52 Uhr

Von: mk

Meran – Angesichts der anhaltenden Trinkwasserknappheit und der damit einhergehenden sinkenden Wasserreserven hat die Bürgermeisterin von Meran, Katharina Zeller, eine Verordnung unterzeichnet, die die Nutzung des Trinkwassers für die Bewässerung in Obermais, Meran Zentrum und Sinich einschränkt.

Die Maßnahme, die zum Schutz eines für die Gemeinschaft unverzichtbaren Gutes ergriffen wurde, führt spezifische Einschränkungen für die Nutzung von Trinkwasser für nicht unbedingt notwendige Zwecke ein. Insbesondere ist die Verwendung von Trinkwasser zum Befüllen privater Schwimmbäder und zum Waschen von Fahrzeugen verboten.

Die Anordnung 296/2026 sieht ein striktes Bewässerungsverbot in der Zeit von 5.00 bis 22.00 Uhr in den Zonen Obermais, Meran Zentrum und Sinich vor, um Verschwendung zu reduzieren und eine nachhaltigere Nutzung der Wasserressourcen in den Stunden mit der höchsten Verdunstung zu fördern. Darüber hinaus gilt dort – bis auf Widerruf – ein Verbot für das Befüllen von Schwimmbädern, das Waschen von Autos sowie für andere Tätigkeiten, bei denen Trinkwasser für nicht lebensnotwendige Zwecke verwendet wird.

Ein besonderer Appell richtet sich auch an Wirtschaftsbetriebe und die Landwirtschaft, die aufgefordert sind, soweit technisch und betrieblich möglich, äußerst sparsam und effizient mit Wasser umzugehen und dabei Lösungen zu bevorzugen, die eine Verringerung des Verbrauchs ermöglichen, ohne die Kontinuität der Produktionstätigkeiten zu beeinträchtigen.

„Trinkwasser ist ein kostbares und begrenztes Gut, das die Verantwortung und die Zusammenarbeit aller erfordert“, betont Bürgermeisterin Zeller. „Mit dieser Verordnung bitten wir die Bürgerinnen und Bürger, die Unternehmen und die Landwirtschaft um einen konkreten Beitrag, damit die verfügbare Wassermenge auch in den kommenden Wochen für die wesentlichen Verwendungszwecke gewährleistet werden kann. Jede Sparmaßnahme, auch die kleinste, ist wichtig. Wir vertrauen auf den Bürgersinn der Bevölkerung und danken den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Wirtschaftsakteuren schon jetzt für ihre Unterstützung und Zusammenarbeit in dieser heiklen Phase”.

Bezirk: Burggrafenamt

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