Von: Lukas Unterkofler
Bozen – 20.000 Kilometer, extreme Temperaturen und ein 27 Jahre alter Fiat Panda für gerade einmal 150 Euro: Die beiden jungen Bozner Alessandro Lattisi und Mirko Trevisanato haben sich auf ein außergewöhnliches Abenteuer eingelassen. Die 21 und 19 Jahre alten Südtiroler nehmen derzeit an der Mongol Rally teil – einem der wohl härtesten und ungewöhnlichsten Auto-Roadtrips der Welt.
Im Juli starteten die beiden in Bozen mit einer klaren Devise: “Wenn etwas kaputtgeht, reparieren wir es.” Ihr Fahrzeug ist ein Fiat Panda Baujahr 1999, der für lediglich 150 Euro gekauft wurde. Komfort bietet der Kleinwagen kaum, dafür jede Menge Abenteuer.
Inzwischen haben Lattisi und Trevisanato bereits mehrere tausend Kilometer hinter sich, wie Alto Adige online und Corriere berichten. Durchquert haben sie unter anderem Kasachstan und Usbekistan. In den kasachischen Steppen mussten sie Temperaturen von bis zu 49 Grad aushalten, und das ohne Klimaanlage.
Besonders anspruchsvoll wurde die Fahrt in Tadschikistan: Dort führte die Route über die legendäre Pamir Highway und bis auf rund 4.600 Meter Meereshöhe. Auch technische Probleme blieben beim alten Panda nicht aus. Doch die beiden konnten sich immer wieder auf die Hilfsbereitschaft der Menschen entlang der Strecke verlassen.
Eine besondere Episode erlebten die Südtiroler Abenteurer in Kasachstan: Nach einer Reifenpanne half ihnen die örtliche Polizei kurzerhand weiter und übernahm sogar die Kosten für die Reparatur.
Die Reise ist damit noch lange nicht vorbei. In den kommenden Wochen soll es durch Kirgisistan weiter bis zum Zielgebiet an der Grenze zur Mongolei gehen. Anschließend wartet auf die beiden noch die Rückreise nach Europa.
Und auch dafür haben sie sich keine einfache Route ausgesucht: Rund 10.000 weitere Kilometer sollen durch Russland zurückgelegt werden.

- Facebook/Patrizia Belli




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