Dieses Archivbild zeigt Explosionen in der ukrainischen Hauptstadt

Mindestens vier Tote bei Luftangriffen auf Region Kiew

Dienstag, 01. September 2026 | 04:56 Uhr

Von: importer

Zu Beginn des neuen Schuljahres in der Ukraine sind bei neuen russischen Luftangriffen auf die Region Kiew laut Behörden mindestens vier Menschen getötet worden. “Leider kamen bei dem feindlichen Angriff auf die Hauptstadt drei Menschen ums Leben”, teilte die Kiewer Militärverwaltung am Dienstag im Onlinedienst Telegram mit. Es gebe zudem Berichte über fünf Verletzte. In Boryspil östlich von Kiew wurde ein weiterer Mensch bei einem russischen Angriff auf ein Geschäft getötet.

Der Chef der Militärverwaltung der Region Kiew, Timur Tkatschenko, sprach von einem “massiven” nächtlichen Angriff “mit russischen Raketen und Kampfdrohnen”. Ihm zufolge wurde in Boryspil zudem ein Wohnhaus getroffen. Dabei seien acht Menschen verletzt worden.

Die ukrainische Luftwaffe hatte in der Nacht auf Dienstag bei Telegram mitgeteilt, dass sich “mehrere Ziele” auf die Hauptstadt zubewegten. Kurz darauf sahen AFP-Journalisten der Nachrichtenagentur AFP in Kiew mehrere Lichtblitze und hörten laute Explosionen.

Die ukrainische Luftwaffe hatte davor gewarnt, dass die Gefahr durch “ballistische Waffen und andere Angriffsmittel gegen Kiew und die Region weiterhin besteht”. Die Einwohner wurden aufgefordert, in Schutzräumen zu bleiben.

Schulbeginn am Dienstag

In der Ukraine beginnt am Dienstag das neue Schuljahr. Zwar wollen die Behörden in Kiew angesichts zunehmender Drohnenangriffe aus Russland ihre Sicherheitsmaßnahmen bei Luftalarm anpassen. Die Militärverwaltung der Region ordnete jedoch an, dass in Gebieten mit hohem Risiko keine Großveranstaltungen stattfinden dürfen.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hatte am Montag im Onlinedienst Telegram erklärt, er habe Behördenvertreter in Kiew zusammengebracht, um über Änderungen der Sicherheitsmaßnahmen zu beraten. Dabei habe er etwa vorgeschlagen, die U-Bahn weiter über die Dnipro-Brücken fahren zu lassen. Bei Luftalarm stoppt die Metro derzeit ihren Verkehr über den Fluss.

Die russische Armee hat ihre Angriffe auf die Ukraine zuletzt stark ausgeweitet. Regelmäßig fliegen Schwärme von Kampfdrohnen auf die Hauptstadtregion zu. Durch die wiederkehrenden Alarme kommen der Verkehr und das Wirtschaftsleben teilweise zum Erliegen, weil Geschäfte geschlossen werden und die U-Bahn den Verkehr über die Dnipro-Brücken einstellt, was regelmäßig zu einem Verkehrschaos führt. Die Kiewer Stadtverwaltung kündigte zudem an, bei Schulkindern stärker auf Online-Unterricht setzen zu wollen.

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