Von: Lukas Unterkofler
Bozen – “Der heurige Sommer war wochenlang extrem heiß und stellt somit den Allzeitrekord aus dem Sommer 2003 ein”, fasst Meteorologe Dieter Peterlin vom Amt für Meteorologie und Lawinenwarnung in der Agentur für Bevölkerungsschutz zusammen: “Die Temperaturen lagen über alle drei Monate auf dem Niveau des bisherigen Rekordsommers.
Übertroffen wurde dieser dagegen bei den Extremwerten: Zählt man die letzten Maitage noch dazu, dann gab es heuer insgesamt 27 Tage mit über 35 Grad und 32 Tropennächte mit Temperaturen nicht unter 20 Grad in Bozen. Fünf Hitzewellen sorgten in Südtirol und Umgebung für diesen Extremsommer, etwas Abkühlung gab es nur Anfang Juni, Mitte Juli und Ende August.”
Höchste und tiefste Temperatur
Die höchste Temperatur des Sommers von 38,9 Grad wurde an gleich drei Tagen erreicht: am 30. Juli in Bozen, am 31. Juli in Auer und ein weiteres Mal in Auer am 5. August.
Nun ist es offiziell: 2026 war der nächste Rekordsommer. Fünf Hitzewellen, 27 Tage von über 35° und 32 Tropennächte in Bozen bringen ihn auf das Niveau des bisherigen Rekordsommers 2003. Der Rekord wurde damit eingestellt. pic.twitter.com/BPx6PhTodt
— Dieter Peterlin (@DieterPeterlin) August 31, 2026
Die tiefste Temperatur von 1,2 Grad wurde sowohl am 4. als auch am 11. Juni in Sexten gemessen.
Niederschläge
“Niederschlagsmäßig war der Sommer schlussendlich ausgeglichen”, fasst Meteorologe Peterlin zusammen. “Ein regenreicher Juni und verbreitete Niederschläge im August konnten einen trockenen Juli ausgleichen und somit lagen die Regenmengen nahe den langjährigen Durchschnittswerten.”
Kommt jetzt der Herbst?
Obwohl am morgigen 1. September der meteorologische Herbst beginnt, zeigt sich das Wetter auch weiterhin von seiner sommerlichen Seite, und ein Ende ist auch nicht in Sicht. Die Temperaturen liegen die ganze Woche um die 30 Grad.
Der Sommer geht in die Verlängerung. Obwohl nächste Woche der meteorologische Herbst beginnt, bleiben die Temperaturen um 30 Grad, Richtung nächstes Wochenende sogar wieder etwas darüber. Dazu viel Sonnenschein, nur am Montag und Dienstag sind ein paar Gewitter dabei.
— Dieter Peterlin (@DieterPeterlin) August 30, 2026
Daten der 95 Wetterstationen in Echtzeit
Das Messnetz der Wetterstationen in Südtirol umfasst 95 automatische Messstationen, davon stehen 58 Wetterstationen im Siedlungsraum und 37 auf den Bergen. Die Daten der einzelnen Wetterstationen können in Echtzeit abgelesen werden: von den Wetterstationen im Tal und den Wetterstationen am Berg.
Mit dem Niederschlagsradar werden die Niederschläge erfasst; die Bilder werden im Fünf-Minuten-Takt aktualisiert.
Vergleich durch Klimadiagramme
Die Angaben zu den Temperaturen und den Niederschlagsmengen für Bozen, Auer, Meran, Schlanders, Brixen, Sterzing, Bruneck und Toblach sind in den Klimadiagrammen ersichtlich, die täglich auf der Internetseite des Landes aktualisiert werden und die Daten mit dem langjährigen Durchschnitt vergleichen.
Laufend aktualisierter Wetterbericht
Informationen über die Wetterlage und die weitere Entwicklung gibt es hier.




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