Innerhalb von drei Monaten fast zwei Millionen Zugriffe

myCIVIS: Das digitale Helferlein der Südtirolerinnen und Südtiroler

Dienstag, 29. September 2026 | 12:08 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Bozen – Das Bürgerportal myCIVIS entwickelt sich zunehmend zur zentralen digitalen Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger in Südtirol. “Die neuesten Nutzungsdaten zeigen, dass sich das Portal seit seiner Einführung rasch etabliert hat und zunehmend für konkrete Verwaltungsvorgänge genutzt wird”, betont der Generaldirektor des Landes Südtirol, Alexander Steiner. Allein von Ende Mai bis Ende August seien knapp 1,91 Millionen Zugriffe registriert worden, durchschnittlich 20.968 pro Tag.

Die neuesten myCIVIS-Daten zeigen, dass sich die Zahl der Seitenvisualisierungen im oben genannten Zeitraum auf 5,7 Millionen beläuft. Fast die Hälfte der insgesamt fast zwei Millionen Zugriffe beziehen sich auf den geschützten, persönlichen Bereich, in den sich jede Bürgerin und jeder Bürger einloggen kann.

“Die Zahlen bestätigen, dass die Bürgerinnen und Bürger digitale Verwaltungsdienste zunehmend nutzen und einfordern. Unser Ziel ist eine Verwaltung, die so zugänglich, transparent und bürgernah wie möglich wird. myCIVIS ist dafür ein wesentlicher Baustein und entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem zentralen digitalen Zugangspunkt für die öffentliche Verwaltung in Südtirol”, zeigt sich Steiner erfreut.

Nutzerinnen und Nutzer erkennen Wert des persönlichen Bereichs

Seit dem Start von myCivis im Februar 2026 konnten, laut Steiner,  bereits 93.681 sogenannte “Onboardings” abgeschlossen werden. Durch das Einloggen erhalten Bürgerinnen und Bürger Zugang zu personalisierten Diensten, können künftig Anträge, Zahlungen, Dokumente, Termine und Mitteilungen an einem zentralen Ort verwalten und den Status ihrer Verfahren leichter nachvollziehen.

Bürgerinnen und Bürger suchen thematisch, nicht nach Ämtern 

Weiters wurde die Suche nach Dienstleistungen genau analysiert und dabei hat sich gezeigt, dass die Menschen nicht nach Verwaltungsstrukturen oder Amtsbezeichnungen suchen, sondern nach konkreten Anliegen. 64,8 Prozent der Anfragen an den digitalen myCIVIS-Agenten beziehen sich auf Interessen und Bedürfnisse. Nur 1,2 Prozent der Anfragen nennen einen konkreten Verwaltungsdienst. Insgesamt wurden bereits mehr als 434.000 Interaktionen mit dem digitalen Assistenten gezählt.

“Die Daten helfen uns zu verstehen, wie Bürgerinnen und Bürger tatsächlich mit der Verwaltung interagieren. Daraus leiten wir konkrete Verbesserungen ab. Unser Anspruch ist, Verwaltung aus der Sicht der Nutzerinnen und Nutzer zu denken und digitale Angebote laufend an deren Bedürfnisse anzupassen”, betont Josef T. Hofer, der Direktor der Agentur für ein digitales Südtirol (ADAS).

Feedback der Nutzerinnen und Nutzer hilft bei Weiterentwicklung

Von Beginn an wurde das Portal auch konsequent anhand des Nutzerfeedbacks weiterentwickelt. Mehr als 47.000 Bewertungen und über 4300 Textkommentare wurden laut Südtiroler Informatik AG (SIAG) ausgewertet.

“Aus diesen Rückmeldungen wurden bereits zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet. Dazu zählen die Stabilisierung der Authentifizierung, ein laufendes Fehlermonitoring, die Vereinfachung des Onboardings, eine neue semantische Suche mit KI-Unterstützung, die Migration und Vereinheitlichung von Datenbeständen sowie eine Überarbeitung der Arbeitsabläufe”, schildert SIAG-Generaldirektor Stefan Gasslitter.

Was den Service Desk der Plattform betrifft, scheinen 87,8 Prozent der Anfragen als gelöst auf. 21.700 Fälle sind im untersuchten Zeitraum eingegangen und wurden über Sprachanruf, Live-Chat, WhatsApp oder andere Kanäle betreut. Auch die DigiPoints in den Gemeinden sind seit August in das Konzept eingearbeitet – ganz im Sinne einer Betreuung der Bürgerinnen und Bürger auf allen Ebenen.

Bezirk: Bozen

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