Von: Lukas Unterkofler
Brüssel – Den Ausgang der Halbzeitwahlen in den Vereinigten Staaten sieht der Südtiroler Europaparlamentarier Herbert Dorfmann auch als Lektion für all jene Parteien in Europa, die dem Beispiel von US-Präsident Donald Trump folgen und eine Politik der nationalen Alleingänge einschlagen wollen. „Der Wahlausgang ist ein schlagender Beweis dafür, dass die Art von Politik, die der US-Präsident in den letzten Jahren verfolgt hat, zwar populistisch verlockend sein mag, aber nicht funktioniert – auch wirtschaftlich nicht“, so Dorfmann in einer ersten Reaktion auf das Ergebnis der Halbzeitwahlen in den USA.
Mit Blick auf den Wahlausgang verweist der EU-Abgeordnete darauf, dass die Wahlentscheidung der US-Amerikanerinnen und -Amerikaner seit jeher stark wirtschaftlich geprägt sei. „Auch diesmal lässt sich das Wahlverhalten wieder in erster Linie darauf zurückführen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Wählerinnen und Wähler verschlechtert hat, und zwar vor allem durch eine hohe Inflation“, so Dorfmann.
„Wer also glaubt, dass Abschottung, ein Sich-Ausklinken aus internationalen Vereinbarungen und Organisationen sowie die Ablehnung eines organisierten und regelbasierten Handels weiterhilft, hat gesehen, dass dies überhaupt nicht funktioniert“, so der Südtiroler Europaparlamentarier. Er führt als eines der zentralen Beispiele die von der Trump-Administration verfolgte Zollpolitik an. „Die Bürgerinnen und Bürger haben einen Großteil der Trump-Zölle letztendlich selbst bezahlt, die Zölle haben sich demnach auf sie ausgewirkt wie neue Steuern“, erklärt Dorfmann.
Das Beispiel der USA solle, so hofft der EU-Abgeordnete, eine Lektion für Europa sein. „Es gibt genügend Parteien in Europa, die einer Trump-Politik auch bei uns den Weg ebnen wollen und den Menschen versprechen, dass Nationalismus und Abschottung besser wäre als Austausch und grenzüberschreitende Zusammenarbeit “, so Herbert Dorfmann. „Es bleibt zu hoffen, dass das Beispiel der Vereinigten Staaten gezeigt hat, dass eine solche Politik niemandem etwas bringt – vor allem den Bürgerinnen und Bürgern selbst nicht.“




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