Austausch mit Gewerkschaften und Sozialverbänden

Sozialer Arm der SVP pocht auf automatische Inflationsanpassung

Freitag, 02. Oktober 2026 | 17:44 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Bozen – Die Lohnsituation und die Kaufkraft in Südtirol standen im Mittelpunkt des zweiten gemeinsamen Austauschs der Sozialen Mitte der SVP mit Vertreterinnen und Vertretern der Gewerkschaften und Sozialverbände. Auf Einladung der Vorsitzenden Gabi Morandell kamen die Beteiligten heute in Bozen zusammen, um über die aktuelle Situation, bestehende Herausforderungen und mögliche Handlungsansätze zu diskutieren. „Wer in Südtirol arbeitet, muss von seinem Einkommen auch gut leben können”, so Morandell.

Landesrätin Magdalena Amhof führte mit einem kurzen Impuls in das Thema ein und berichtete über die Entwicklung der Gehälter im öffentlichen Dienst. Ein zentraler Schritt ist die geplante regelmäßige Inflationsanpassung: Ab 2027 sollen die Gehälter im öffentlichen Dienst jährlich auf Grundlage der programmierten Inflation angepasst werden. Damit soll verhindert werden, dass Gehaltsanpassungen erst mit mehrjähriger Verzögerung erfolgen.

Für Gabi Morandell ist dieser Mechanismus auch über den öffentlichen Dienst hinaus ein wichtiges Signal: „Wenn es mit dieser Maßnahme gelingt einen Anreiz zu schaffen die Gehälter auch in der Privatwirtschaft regelmäßig an die Preisentwicklung anzupassen, ist das ein wichtiger Schritt.“

Auch Soziallandesrätin Rosmarie Pamer brachte sich in den Austausch ein und verwies unter anderem auf die Unterstützungsleistung für ältere Menschen mit geringem Einkommen. Im letzten Jahr profitierten davon rund 3.000 Seniorinnen und Senioren. Die Erfahrungen aus der ersten Anwendung sollen nun genutzt werden, um die Maßnahme treffsicherer weiterzuentwickeln.

Der Austausch machte deutlich, dass die Stärkung der Kaufkraft verschiedene Bereiche betrifft, von den Löhnen über soziale Unterstützungsleistungen bis hin zu Entlastungen für Familien und Haushalte.

Das Treffen knüpfte an einen ersten gemeinsamen Austausch im Juni an. Die Soziale Mitte möchte diesen Dialog mit den Akteurinnen und Akteuren aus dem Sozial- und Gewerkschaftsbereich kontinuierlich fortsetzen.

„Es gibt nicht die eine Maßnahme, mit der sich die Kaufkraftfrage lösen lässt. Umso wichtiger ist es, die verschiedenen Stellschrauben gemeinsam anzuschauen und konkrete Verbesserungen Schritt für Schritt voranzubringen“, so Morandell abschließend.

Bezirk: Bozen

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