Schützen protestieren mit „Fackellinie” gegen Wahlkreis-Aufsplittung

Spektakulärer Protest: Flammenlinie im Unterland

Mittwoch, 19. August 2026 | 22:48 Uhr

Von: Martin Geier

Auer/Neumarkt/Tramin – Mit einer weit sichtbaren Mahnaktion hat der Schützenbezirk Unterland am späten Abend des 19. August 2026 ein deutliches Zeichen gegen die geplante Neugliederung des Senatswahlkreises Bozen/Unterland gesetzt. Entlang des Etschdamms entzündeten rund 200 Teilnehmer Fackeln und Bengalos, um auf die drohende politische Zerschlagung der Region aufmerksam zu machen.

Die Protestaktion richtet sich direkt gegen die aktuellen Pläne von SVP-Chef Dieter Steger. Gemeinsam mit den Unterlandler Gemeinden und dem örtlichen SVP-Bezirk laufen die Schützen Sturm gegen die Neuregelung, die eine Trennung des Gebiets vorsieht.

Unterstützt von Kompanien aus dem Überetsch postierten sich die Schützen auf den Dämmen der Etsch. Die kilometerlange „Flammenlinie” war im gesamten Unterland weit zu sehen und sollte als unübersehbare Mahnung dienen.

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Die Verantwortlichen warnen vor einer willkürlichen Grenzziehung zwischen dem linken und rechten Etschufer. Eine solche Trennung weckt Erinnerungen an dunkle Kapitel der Südtiroler Geschichte und schwächt die Schutzzone der Gemeinschaft.

Im Rahmen der Aktion fand der Bezirksmajor des Schützenbezirks Unterland, Peter Frank, klare Worte für das Vorhaben: „Der Minderheitenschutz wird durch diese Neuregelung mit Füßen getreten. Das Unterland verkommt dadurch einmal mehr zur reinen politischen Verhandlungsmasse.“

Bereits im Vorfeld der Mahnaktion hatte der Südtiroler Schützenbund zu einem Informationsabend geladen, um die Bevölkerung und Mandatsträger über die konkreten Auswirkungen der geplanten Wahlkreisreform aufzuklären und den Widerstand auf breiter Ebene zu organisieren.

Bezirk: Überetsch/Unterland

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