Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – Wer Menschen behandelt, muss sie auch verstehen können. Deshalb werden die Sprachkurse für die Studierenden des englischsprachigen Studiengangs “Medicine and Surgery” in Bozen dauerhaft weitergeführt. Das Angebot ist im vergangenen Studienjahr gestartet und hat sich bewährt. Mit einem neuen Abkommen, das die Landesregierung heute beschlossen hat, regeln das Land Südtirol, die Freie Universität Bozen und das universitäre Ausbildungszentrum Claudiana nun ihre weitere Zusammenarbeit.
“Wir haben die Sprachkurse zunächst als Pilotprojekt gestartet und gute Erfahrungen damit gemacht. Deshalb sichern wir das Angebot nun langfristig ab”, sagt Gesundheitslandesrat Hubert Messner, der den Beschluss eingebracht hat. “Wer in Südtirol Medizin studiert und später hier als Ärztin oder Arzt arbeiten möchte, muss mit den Menschen in den Landessprachen kommunizieren können. Das gehört zu einer guten und patientennahen Versorgung”, unterstreicht Landesrat Messner.
Seit dem Studienjahr 2024/25 wird das Studium “Medicine and Surgery” in Bozen angeboten. Unterrichtssprache ist Englisch, die verpflichtenden Praktika finden hingegen in den Südtiroler Krankenhäusern statt. Deutsch und Italienisch sind dort im direkten Kontakt mit den Patientinnen und Patienten besonders wichtig. Gute Sprachkenntnisse erleichtern zudem eine spätere ärztliche Tätigkeit in Südtirol.
Um die Studierenden gezielt darauf vorzubereiten, organisiert das Sprachenzentrum der Freien Universität Bozen entsprechende Kurse. Angestrebt wird das Niveau B2 in Deutsch oder Italienisch. Je nach Vorkenntnissen kann das Angebot bis zu drei Jahre genutzt werden. Ab dem zweiten Studienjahr nehmen die Medizinstudierenden an bestehenden Sprachkursen der Universität teil. Bei Bedarf sind auch eigene Kurse möglich. Die Teilnahme ist kostenlos.
Für einen reibungslosen Ablauf arbeiten die drei Partner eng zusammen: Das Ausbildungszentrum Claudiana informiert die Studierenden und stimmt die Sprachkurse zeitlich mit dem Studium ab. Das Land begleitet und koordiniert die Zusammenarbeit. Die Finanzierung für den Zeitraum 2026 bis 2028 erfolgt über die bereits vorgesehene Grundfinanzierung der Freien Universität Bozen im Rahmen des Programmabkommens zwischen Land und Universität. Zusätzliche Mittel sind dafür nicht erforderlich.




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