Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – Wer den Notruf wählt, braucht schnelle Hilfe und klare Worte. Dies betont die Süd-Tiroler Freiheit in einer Aussendung – und: Gerade in einer Notsituation sei es wichtig, dass jeder seine Muttersprache verwenden dürfe.
Bei der praktischen Umsetzung dieses Rechts hapere es in Südtirol jedoch immer noch manchmal. Die Bewegung beruft sich auf den Fall eines Bürgers, dem ausgerechnet bei der Polizei das Recht auf Muttersprache verweigert worden sei. Die Süd-Tiroler Freiheit will die Angelegenheit nun mit einer Anfrage im Landtag klären.
Was war passiert? Ein aggressiver Motorradfahrer raste über die Autobahn und gefährdete sich und andere Verkehrsteilnehmer. Der Bürger wählte deshalb den Notruf 112. „Dort nahm ein Mitarbeiter den Anruf kompetent und auf Deutsch entgegen und leitete ihn an die Staatspolizei weiter. Doch als der Bürger den Vorfall dort in seiner Muttersprache schildern wollte, wurde ihm das verweigert“, erklärt die Bewegung.
Der Betroffene hat sich in der Folge offenbar an die Süd-Tiroler Freiheit gewandt. So ein Vorfall sei nicht hinnehmbar, erklärt die Bewegung. Das Recht auf Verwendung der Muttersprache bei Institutionen und Behörden sei seit bald 40 Jahren Gesetz und gelte immer – auch bei Carabinieri, Ortspolizei oder Staatspolizei, so die Süd-Tiroler Freiheit.




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