Drohnenabwehr gestaltet sich schwierig

Ukrainische Drohne mit Sprengstoff in Bulgarien explodiert

Samstag, 08. August 2026 | 17:12 Uhr

Von: importer

Das osteuropäische NATO-Land Bulgarien hat am Samstag das Eindringen einer mit Sprengstoff beladenen Drohne in seinen Luftraum vermeldet. Die erste Analyse der Reste des Flugobjekts zeigte dann nach den Angaben des Verteidigungsministeriums in Sofia, dass es sich höchstwahrscheinlich um eine Lockdrohne Maja handelte, wie die dpa berichtete. Dieser Drohnen-Typ wird laut dem Ministerium von den ukrainischen Streitkräften häufig verwendet.

Es gebe keinen Grund anzunehmen, dass der Vorfall vorsätzlich gewesen sei, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums, die vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk BNT in Sofia verbreitet wurde. Wie Ministerpräsident Rumen Radew zuvor nach einer Sitzung des Sicherheitsrates bekannt gegeben hatte, explodierte das Fluggerät und stürzte danach ab. Der Absturzort befindet sich 100 Meter von der rumänischen Grenze entfernt im Nordosten des Landes. In Rumänien waren in den vergangenen Wochen mehrmals Drohnen abgestürzt.

Die Drohne war mit einer großen Menge Sprengstoff beladen und explodierte etwa einen Kilometer von einer Kompressionsstation der Transbalkan-Gasleitung, sagte Radew gegenüber Journalisten. “Zunächst registrierte die rumänische Grenzpolizei Drohnengeräusche. Kurz darauf hörte eine Patrouille der bulgarischen Grenzpolizei in General Toschewo, das sich in diesem Gebiet aufhielt, eine laute Explosion”, fügte er hinzu.

Die Explosion ereignete sich in einem Sonnenblumenfeld, weshalb sind keine Opfer und keine Schäden an Gebäuden oder Infrastruktur gemeldet wurde. Einheiten der Grenzpolizei und des Verteidigungsministeriums seien an Ort und Stelle, um den Drohnentyp zu bestimmen.

Sofia verstärkt Luftüberwachung

Laut Radew wurde die Drohne weder im bulgarischen noch im rumänischen Luftraum geortet. “Auch vom Combined Air Operations Center, das den Luftraum über ganz Südeuropa überwacht, liegen uns keine Informationen vor”, erklärte weiter der Regierungschef.

Bulgarien verstärke die Überwachung. “Nach diesem Vorfall werden Grenzschutzkräfte und -ausrüstung zur Erkennung und Bekämpfung von Drohnen von der türkischen bis zur rumänischen Grenze stationiert”, gab Radew bekannt und erinnerte, dass vor zwei Wochen in Rumänien drei Shahed-Drohnen von der rumänischen Luftwaffe abgeschossen worden sind.

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