Gall für die Spanien-Rundfahrt gerüstet

Burgos-Gesamtsieg als perfekte Vuelta-Generalprobe für Gall

Samstag, 08. August 2026 | 17:58 Uhr

Von: importer

Radprofi Felix Gall hat eine ideale Generalprobe für die Vuelta a Espana hingelegt. Der Osttiroler gewann mit knappem Vorsprung die Burgos-Rundfahrt, der 28-Jährige verteidigte am Samstag seine Führung auf der Schlussetappe zu den Lagunas de Neila erfolgreich. Der Gesamtsieg bei der fünftägigen Tour in Nordspanien ist für Gall der erste auf zweithöchster UCI-ProSeries-Ebene, sein davor einziger bei einem Etappenrennen war ihm 2019 bei der Istrian Spring Trophy gelungen.

“Ich bin super-glücklich, ich habe in dieser Woche eine Menge Selbstvertrauen getankt”, erklärte Gall. “Wie erwartet war es ein großer Kampf, eine super-harte Etappe und ein sehr steiler letzter Anstieg – so etwas gibt es nur in Spanien.” Er hob die Wichtigkeit des Höhentrainingslagers davor wie auch die Unterstützung seines Teams hervor. “Jetzt habe ich ein paar lockere Tage daheim bevor es zur Vuelta geht.”

Fünf Sekunden Vorsprung auf Schotten Onley

Gall belegte in Nordspanien auf dem letzten Abschnitt nach einem Schlagabtausch im Schlussanstieg drei Sekunden hinter dem Italiener Giulio Pellizzari (Red Bull) und dem Schotten Oscar Onley (Netcompany) Rang drei. Im Gesamtklassement behauptete der Decathlon-Kapitän fünf Sekunden Vorsprung auf Onley bzw. zwölf auf den Italiener Giulio Ciccone (Lidl). Am Donnerstag hatte der österreichische Kletterspezialist seinen ersten Sieg seit dem Triumph auf der Königsetappe der Tour de France 2023 gefeiert. Insgesamt hält er nach der erfolgreichen Burgos-Woche bei vier Profisiegen.

Im heurigen Mai fuhr Gall mit fünf zweiten Etappenplätzen und auch Gesamtrang zwei hinter Jonas Vingegaard bereits einen herausragenden Giro d’Italia. Daran knüpfte er bei seinem Wiedereinstieg ins Renngeschehen – in Abwesenheit der großen Stars – nahtlos an. Nun kann der Wahl-Salzburger mit viel Selbstvertrauen in Richtung der in zwei Wochen beginnenden Vuelta blicken. Abgesehen von Überflieger Tadej Pogacar muss er bei der letzten Grand-Tour des Jahres keinen Konkurrenten fürchten. Einige Asse werden bei der Vuelta nur wenige Wochen nach der Tour fehlen, andere wie der viermalige Gesamtsieger Primoz Roglic nach einem Trainingsunfall sollten nicht in Topverfassung sein.

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