Wölfe behalten gegen Hydro Fehervar AV 19 mit 3:2 die Oberhand

Charakterprobe des HCP gegen die ungarischen „Betonmischer”

Sonntag, 04. Oktober 2026 | 20:51 Uhr

Von: Martin Geier

Bruneck – Beim zweiten „Family Day“ sind die Ungarn von Hydro Fehervar AV 19 in der Intercable Arena zu Gast. Coach Jason Jaspers vertraut auf dasselbe Lineup wie bei den beiden siegreichen Spielen in dieser Woche, lediglich Josef Prast rückt als zusätzlicher Verteidiger ins Aufgebot. Bei Fehervar fehlt der Ex HCP Spieler Max Gerlach, dafür bestreitet Neuzugang Kevin Farren, der bei seinem Debüt im Trikot der roten Drachen gleich mit zwei Toren auf sich aufmerksam machte, sein zweites Spiel. Das Tor von Fehervar hütet Beni Halasz.

Der HCP dominiert das Startdrittel nahezu nach Belieben, was von der Schussstatistik von 13:3 eindrucksvoll untermauert wird, einziges Manko: Der Puck findet trotz zahlreicher guter Chancen nicht den Weg ins Tor. So scheitern Lobis (2 Onetimerversuche), Rueschhoff (starkes Assist von Purdeller), Zandegiacomo, Deluca und Lipon (nach Puckeroberung von Lobis) jeweils am starken Beni Halasz. Auch das einzige Powerplay des Startdrittels für den HCP läuft wie am Schnürchen, aber Fitzgerald beißt sich bei einem seiner gefürchteten Direktabnahmen ebenfalls an Halasz die Zähne aus und Bardreau bricht ausgerechnet bei der besten Einschussmöglichkeit der Stock, somit endet das erste Drittel torlos.

Im zweiten Drittel geht es in der gleichen Tonart weiter, mit einem Unterschied: Auch die Gäste aus Fehervar finden nun im Konter einige hochkarätige Chancen vor. So muss Colin Furlong bereits in der Startminute entscheidend eingreifen, als Erdely im Gegenstoß der schwarz-gelben Verteidigung entwischt. In der 25. Minute dann die nächste Riesenchance für den HCP, Ierullo kommt aus spitzestem Winkel vor dem scheinbar geschlagenen Halasz zum Abschluss, der Teufelskerl fischt diese jedoch mit der Fanghand noch irgendwie (hinter der Linie?) aus dem Tor. In der 26. Minute dann eine schöne Aktion von Rueschhoff, der vor dem Tor geschickt verzögert aber am Schoner von Halasz scheitert, ebenso wie kurz danach Zandegiacomo. In der 29. Minute dann der nächste gefährliche 2on1 Gegenstoß der Gäste, und diesmal hat der HCP großes Glück, denn Terbocs trifft nur den Innenpfosten. Auch die verbleibenden Minuten im Mitteldrittel folgen demselben Muster, zunächst vergeben Bardreau, Bowlby und DiTomaso gute Torchancen, ehe Erdely im nächsten brandgefährlichen Konter nur haarscharf den Führungstreffer für die Magyaren verpasst. Es bleibt somit beim 0:0 nach 40 Minuten.

HCP

Auch im dritten Drittel geht das Einbahnhockey weiter, in der 42. Minute trifft Fontaine endlich das Tor der Ungarn, aber der Treffer wird annulliert, da das Tor bereits verschoben ist. In der Folge macht sich beim HCP gegen die äußerst beherzt und diszipliniert verteidigenden roten Teufel nach und nach Ratlosigkeit breit. Und so kommt es wie es kommen muss, in der 53. Minute startet Fehervar einen gelungenen Entlastungsangriff und Michael Cyr vollendet zum 0:1. Der HCP ist nun kurz desorientiert und die Ungarn nutzen dies eiskalt aus, direkt in der nächsten Angriffsaktion trifft erneut Cyr zum 0:2 und stellt damit das Spiel gänzlich auf den Kopf. Der HCP versucht es weiterhin und rennt auf das Tor von Balasz an, aber die Zeit verrinnt unerbittlich. Drei Minuten vor der dritten Sirene nimmt Jaspers Furlong für den sechsten Feldspieler vom Eis und diese Maßnahme zeigt schließlich Erfolg: 52 Sekunden vor Schluss gelingt Fontaine nach mustergültiger Vorarbeit von Rueschhoff endlich das 1:2 und es keimt noch einmal Hoffnung auf in der gut besuchten Arena. Die Wölfe werfen nun alles nach vorne, einen Hammerschuss von Fitzgerald kann Halasz noch entschärfen, nach einem weiteren Kracher von Fitzgerald muss er jedoch abprallen lassen und Bardreau staubt zum nicht mehr für möglich gehaltenen 2:2 ab.

Auch die folgende Verlängerung ist nichts für schwache Nerven, zunächst bleibt Furlong mit einem Monster-Fanghandsave gegen Terbocs aus kurzer Distanz Sieger und dann trifft Rueschhoff bei einem seiner gefürchteten Sololäufe nur die Latte. Bei einem Schuss von Lipon steht dann Alan Lobis jedoch goldrichtig und lenkt die Scheibe zum 3:2 Siegestreffer in die Maschen, wonach die Arena endgültig zum Tollhaus wird.

Damit geht die erste „Englische Woche“ mit drei Siegen und 8 Punkten für den HCP höchst erfolgreich zu Ende. Weiter geht es nächste Woche mit zwei Auswärtsspielen: Am Freitag um 19.15 Uhr gastiert der HCP in Linz und am Sonntag treffen die Wölfe um 16 Uhr in der Steffl Arena auf die Vienna Capitals. Vor der zahlreichen Wiener HCP Fangemeinde ist dann gute Stimmung garantiert!

HC Falkensteiner Pustertal vs. Hydro Fehérvár AV19 3:2 OT (0:0, 0:0, 2:2, 1:0)

Referees: STERNAT, SCHAUER, Bedynek, Dummermuth-Haas
Goals HCP: 1:2 Fontaine G. (60.), 2:2 Bardreau C. (60.), 3:2 Lobis A. (64.)
Goals AVS: 0:1 Cyr M. (53.), 0:2 Cyr M. (53.)

Bezirk: Pustertal

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