Von: importer
Dreispringer Endiorass Kingley hat bei der Leichtathletik-EM in Birmingham das samstägige Finale erreicht. In der Qualifikation kam er als Neunter auf 16,25 m. Susanne Gogl-Walli zog als Elfte in den Vorläufen der Nicht-Vorqualifizierten über 400 m in 52,12 Sek. ins Halbfinale ein. Für Niklas Strohmayer-Dangl war im Semifinale Endstation, er beendete die 400 m Hürden in 49,20 Sek. als Gesamt-14. Der 24-Jährige verpasste einen österreichischen Rekord nur um 2/100 Sekunden.
Nach dem ungültigen ersten Versuch sei er etwas nervös geworden, meinte Kingley. “Das Ziel für das Finale ist, sich zu steigern und hoffentlich eine Topplatzierung zu erreichen. Der Plan ist jetzt Erholung und nochmals zu schauen, wie man sich verbessern kann.” Es gehe noch mehr, man müsse analysieren, was da falsch gelaufen sei. Kingleys großes Ziel ist, die 17-m-Marke zu überspringen, er hält den österreichischen Rekord mit 16,85 m.
Gogl-Walli schmerzfrei in die Vorschlussrunde
“Ich habe definitiv das Maximum rausgeholt. Es war für mich ein runder Lauf, es war die schnellste Zeit seit Februar. Es ist eine coole Sache, dass ich im Semifinale bin”, sagte Gogl-Walli, die EM-Siebente von 2024. Natürlich wäre sie gern in Bestleistungsform zum Großereignis gefahren. “Das war aufgrund der Verletzungen in den letzten Monaten nicht möglich. Wir haben nicht so trainieren können, wie wir wollten. Die Wade ist gut ausgeheilt, das Problem zuletzt war der Hamstring”, sprach sie die Oberschenkelmuskulatur an.
Aber sie wolle sich nicht auf das Negative konzentrieren, sie sei schmerzfrei gelaufen und mit dem Gefühl, das Beste gegeben zu haben. Als ältere Athletin habe sie die Grundlage, zwei Läufe hintereinander zu schaffen, auch wenn freilich die Vorqualifizierten auf der Stadionrunde einen Vorteil für die Vorschlussrunde am Donnerstag haben. “Ich freue mich, wenn ich unter 52 Sekunden komme, das nehme ich mir vor.” Ihre persönliche Bestleistung steht bei 50,60 Sek.
Strohmayer-Dangl will Hochform nützen
Für Strohmayer-Dangl verläuft die Saison weiterhin top, er hatte erst vor wenigen Wochen den fast 41 Jahre alten Rekord von Thomas Futterknecht (1985/49,33 Sek.) ausgelöscht. “Ich war 16. der Entry-List, mit dem 14. Gesamtrang rauszugehen, da habe ich alles erfüllt, was in meiner Macht war. Das Niveau ist irrsinnig hoch. Ein Finale wäre einfach außer Reichweite gewesen”, sagte der Burgenländer nach dem Rennen in der Mixed-Zone.
Die Zeit, zur Mittagszeit erbracht und nach dem Vorlauf am Vortag nicht mehr ganz frisch und noch dazu am Tag X im EM-Halbfinale, sei quasi gleichwertig mit dem Rekord, merkte er an. “Ich habe mir vorgenommen, mutiger anzulaufen und das ist mir gelungen. Die ersten sieben Hürden waren heute eine halbe Sekunde schneller als gestern, hinten habe ich ein bisschen was verloren.” Die Hochform will er ausnützen und heuer noch einen Rekord laufen, entweder in Berlin, Göteborg oder Lausanne. Er hat aber noch keine Startzusage.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen