Gold im Gehen an Perez

Frauen-Sprintstaffel knapp am EM-Finaleinzug vorbei

Samstag, 15. August 2026 | 14:54 Uhr

Von: importer

Die ÖLV-Frauen-Sprintstaffel hat den Finaleinzug bei der Leichtathletik-EM in Birmingham um einen Platz verpasst. Karin Strametz, Magdalena Lindner, Christania Williams und Isabel Posch landeten über 4 x 100 m in 43,37 Sek. gesamt an der neunten Stelle. Österreichs erste Geherin bei einer EM schrieb mit einem 22. Platz an, die 20-jährige Theresia Mohr benötigte als zweitjüngste des Feldes 1:40:59 Stunden, allerdings plagte sie seit dem ersten Kilometer Seitenstechen.

Die Enttäuschung bei den Sprinterinnen war groß, die Verbesserung des österreichischen Rekordes von 43,11 war das Ziel gewesen und wäre für die Finalteilnahme nicht einmal nötig gewesen. “Der Lauf war gut. Wir haben den nationalen Rekord erwartet, aber das ist nicht passiert. Bei der Übergabe zu Isabel hatte ich etwas zu kämpfen, ihr den Stab zu geben, ich musste mich etwas strecken”, meinte Williams. Posch erklärte, sie habe das Gefühl gehabt, es gut getroffen zu haben, “aber ein Schritt ist schon zu viel”.

Lindner sagte, dass man die gute Form nächste Woche in Lausanne nochmals nützen wolle. “Aber schade ist es halt, wir wollten hier ins Finale kommen.” Startläuferin war dieses Mal Hürdensprinterin Strametz, das habe sie etwas nervös gemacht. “Aber das Starten liegt mir, das Beschleunigen liegt mir, mit drei Sprinterinnen ist es aufgelegt, dass ich auf eins renne. Da bringe ich am meisten, sie sind fliegend einfach stärker.” Der Wechsel sei riskant gewesen. “Aber wir wussten, für eine 42er-Zeit können wir es nicht sicher spielen.”

Mohr bekam vor Schmerzen kaum Luft

“Scheiße, ich kann es nicht anders sagen. Das war nicht gut”, sagte Geherin Mohr im Ziel in der Innenstadt. “Ich habe das Seitenstechen nicht mehr weggebracht. Ich habe überlegt, ob ich aufhören soll, das habe ich davor noch nie überlegt. Ich bin auch einmal stehen geblieben und habe probiert, es wegzuschnaufen, aber es ging nicht”, erklärte die Vorarlbergerin, die zudem ab Kilometer zwei alleine unterwegs war.

Von 500 Milliliter Verpflegung habe sie nicht einmal hundert runtergebracht. Bei Kilometer 14 habe sie vor Schmerzen keine Luft mehr bekommen. Aber weil so viele für sie angereist waren und zu Hause zuschauten, hielt sie durch. “Ich wollte niemanden enttäuschen. Dann gehe ich einfach langsam.” Derlei Probleme habe sie seit zwei Monaten und auch die Verpflegung gewechselt. “Ich weiß nicht, woher es kommt.”

Vier Bewerbe in einem Rennen

Bei der EM sind erstmals die Distanzen Halbmarathon und Marathon im Programm, alle vier EM-Bewerbe wurden zeitgleich gestartet. Es war daher viel los auf den hügeligen Straßen, denn es war nur eine Einkilometer-Schleife zu absolvieren. “Die Stimmung war echt gut. Ich wollte zeigen, was ich kann. Dass dann so etwas passiert, ist einfach blöd und ärgerlich”, meinte ÖLV-Rekordlerin Mohr (1:37:51). Die Goldmedaille ging in der Weltrekordzeit von 1:30:06 an die Spanierin Maria Perez.

Siebenkämpferin Verena Mayr hält nach sechs Disziplinen bei vier Saisonbestleistungen, am Samstag schrieb sie im Weitsprung mit 5,87 m und im Speerwurf mit 42,10 m an, hält als 20. bei 5.001 Punkten. “Ich kämpfe um jeden Punkt, es kommen nur noch die 800 m, das wird sicher gehen. Ich will den Mehrkampf ordentlich beenden”, sagte Mayr, die in ihrer verletzungsgeplagten Saison zumindest ein EM-Ergebnis stehen haben will.

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