Gold im Gehen an Perez

Geherin Mohr vom Seitenstechen geplagt EM-22.

Samstag, 15. August 2026 | 10:58 Uhr

Von: importer

Österreichs erste Geherin bei einer Leichtathletik-EM hat mit einem 22. Platz angeschrieben. Die 20-jährige Theresia Mohr benötigte Samstagfrüh in Birmingham im Halbmarathon als zweitjüngste des Feldes 1:40:59 Stunden, allerdings plagte sie seit dem ersten Kilometer Seitenstechen. Die Goldmedaille ging in der Weltrekordzeit von 1:30:06 an die Spanierin Maria Perez, Silber an Alexandrina Mihai (1:31:04). Bei den Männern setzte sich für Spanien Paul McGrath (1:23:23) durch.

“Scheiße, ich kann es nicht anders sagen. Das war nicht gut”, sagte Mohr im Ziel. “Ich habe das Seitenstechen nicht mehr weggebracht. Ich habe überlegt, ob ich aufhören soll, das habe ich davor noch nie überlegt. Ich bin auch einmal stehen geblieben und habe probiert, es wegzuschnaufen, aber es ging nicht”, erklärte die Vorarlbergerin, die zudem ab Kilometer zwei alleine unterwegs war.

Von 500 Milliliter Verpflegung habe sie nicht einmal hundert runtergebracht. Bei Kilometer 14 habe sie vor Schmerzen keine Luft mehr bekommen. Aber weil so viele für sie angereist waren und zu Hause zuschauten, hielt sie durch. “Ich wollte niemanden enttäuschen. Dann gehe ich einfach langsam.” Derlei Probleme habe sie seit zwei Monaten und auch die Verpflegung gewechselt. “Ich weiß nicht, woher es kommt.”

Vier Bewerbe in einem Rennen

Bei der EM sind erstmals die Distanzen Halbmarathon und Marathon im Programm, alle vier EM-Bewerbe wurden zeitgleich gestartet. Es war daher viel los auf den hügeligen Straßen von Birmingham, denn es war nur eine Einkilometer-Schleife zu absolvieren. “Die Stimmung war echt gut. Ich wollte zeigen, was ich kann. Dass dann so etwas passiert, ist einfach blöd und ärgerlich. Das nervt. Aber es muss auch mal ein Rennen schiefgehen”, meinte ÖLV-Rekordlerin Mohr (1:37:51).

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