Von: importer
Daniil Medwedew ist am Montag im Peking-Semifinale gegen Novak Djokovic disqualifiziert worden. Der Russe schlug einen von der Wand hinter ihm zurückgesprungenen Ball mit der Rückhand zurück ins Publikum und traf dabei einen Zuschauer ins Auge. Djokovic führte zu dem Zeitpunkt bereits 7:5,5:3,15:15. Dem 39-jährigen Serben fehlt damit nur noch ein Sieg für seinen ersten Titel in diesem Jahr. Der “Djoker” trifft im Finale auf den Australier Alex de Minaur.
Auch das Halbfinale des als Nummer fünf gesetzten de Minaur wurde nicht zu Ende gespielt, weil Hubert Hurkacz verletzt aufgeben musste. Djokovic geht gegen de Minaur auf seinen insgesamt 102. Titel los, den ersten seit Athen 2025. In Peking scheint er (immer noch) unschlagbar, wenn er dort spielt. Es war sein 33. Sieg im 33. Match.
Medwedew entschuldigt sich: “Hab mich schrecklich gefühlt”
“Ich bin ein bisschen geschockt. Es tut mir leid für die Person. Ich hoffe, sie ist nicht verletzt”, sagte Djokovic. “Es tut mir auch für Daniil leid, weil ich genau weiß, wie es sich anfühlt, für so etwas disqualifiziert zu werden”, sagte die langjährige Nummer eins der Welt, die 2020 bei den US Open disqualifiziert wurde.
Medwedew entschuldigte sich später. Er hatte den Ball, auch nach Ansicht von Djokovic, nicht absichtlich ins Publikum gespielt. “Es tut mir schrecklich leid für den Zuschauer. Ich versuche, Kontakt mit ihm aufzunehmen, falls er das möchte”, sagte Medwedew, der sich persönlich entschuldigen möchte. Er habe versucht, den Ball irgendwie wegzuschlagen, damit er nicht aus dem Spielfeld fliegt. “Als ich sah, was passiert war, habe ich mich schrecklich gefühlt.” Medwedew kennt die strengen Regeln und hat gegen die Disqualifikation gar nicht protestiert. Ihm werden auch alle Punkte und das Preisgeld gestrichen.
Auch Alcaraz fehlt nur noch ein Sieg zum Titel
In Tokio trennt Spaniens Star Carlos Alcaraz nur noch ein Schritt von seinem ersten Turniersieg nach seiner Verletzungspause. Der topgesetzte Titelverteidiger zog am Montag mit einem mühevollen 5:7,6:3,6:1-Erfolg über seinen Landsmann Jaume Munar ins Endspiel des ATP500-Events in Tokio ein. Finalgegner am Dienstag ist der Tscheche Jiri Lehecka, der Valentin Vacherot aus Monaco mit 6:4,6:2 bezwang und seinen ersten Saisontitel anpeilt.
Alcaraz war bei den US Open auf die Tour zurückgekehrt, zuletzt stand er im siegreichen europäischen Team, das den Laver Cup gewann. Gegen Munar lief es für den 23-Jährigen vor allem Ende des ersten Satzes bei einer 5:3-Führung gar nicht, da konnte sein Gegner mit 14 Punkten in Folge noch die Wende herbeiführen. “Ich weiß auch nicht, was da passiert ist”, sagte Alcaraz. Es habe den Anschein, als müsse er oft im ersten Satz leiden. “Aber wie es mir immer wieder gelingt, zurückzukommen, das macht mich wirklich glücklich”, meinte der siebenfache Grand-Slam-Turniersieger.
In Peking kam für den Tiroler Alexander Erler im Doppel-Halbfinale das Aus. Mit US-Partner Robert Cash setzte es gegen die als Nummer zwei gesetzte britische Paarung Julian Cash/Lloyd Glasspool eine 1:6,6:7(2)-Niederlage.




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