ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick leitet einen Umbruch ein

ÖFB-Kader gegenüber WM mit neun neuen Gesichtern

Montag, 14. September 2026 | 14:51 Uhr

Von: importer

Die Karten im österreichischen Fußball-Nationalteam werden neu gemischt. Ralf Rangnick startet einen Umbruch. Der ÖFB-Teamchef nominierte am Montag neun Spieler, die nicht bei der WM dabei waren, in seinen 27-Mann-Kader für den Auftakt der Nations League. Mögliche Länderspiel-Debütanten sind die Torhüter Lukas Jungwirth und Christian Zawieschitzky sowie Felix Bacher, Nikolas Veratschnig, Vasilije Markovic und Christoph Lang. Der derzeit vereinslose Kapitän David Alaba fehlt.

ÖFB-Comebacks geben Schalke-Verteidiger Maximilian Wöber, der die WM verletzungsbedingt verpasst hatte, sein Clubkollege Junior Adamu sowie mit Werder Bremens Marco Grüll ein weiterer Angreifer. Salzburg-Kapitän Veratschnig war im Vorjahr bereits einmal einberufen, kam aber ebenso nicht zum Einsatz wie LASK-Offensivmann Lang bei seiner Team-Premiere 2024. Olympique-Lyon-Verteidiger Bacher und Austria-Wien-Teenager Markovic zählen ebenso wie LASK-Schlussmann Jungwirth und Salzburgs Zawieschitzky erstmals zum Aufgebot des A-Teams.

Das Torhüter-Quartett komplettieren WM-Goalie Alexander Schlager, bei Bremen nur noch Ersatz, sowie Florian Wiegele. Patrick Pentz steht nur auf der Abrufliste. Das gilt mit Alessandro Schöpf für einen weiteren WM-Fahrer. Zudem fehlen gegenüber dem Turnierkader neben dem aus dem ÖFB-Team zurückgetretenen Marko Arnautovic und Alaba auch der damals nachnominierte Dejan Ljubicic, die zuletzt nicht voll fitten Michael Svoboda (Knieprobleme) und Florian Grillitsch (Adduktorenprobleme) sowie Marcel Sabitzer, der zumindest bis Jahresende eine Nationalteam-Pause einlegt. Offensivmann Christoph Baumgartner steht verletzungsbedingt weiterhin nicht zur Verfügung.

Premieren für Bacher und Markovic

Bacher war im Sommer von Estoril Praia aus Portugal nach Lyon gewechselt und ist beim französischen Spitzenclub seither gesetzt. Markovic hat sich bei der Austria durchgesetzt und könnte durch seine Wurzeln auch für Serbien spielen. Bisher ist der 18-Jährige aber ausschließlich für ÖFB-Nachwuchsauswahlen aufgelaufen. Nach dem Vizeweltmeistertitel mit der U17 debütierte der Mittelfeldmann im März in der U21. Diese absolviert am 2. Oktober gegen Dänemark und am 6. Oktober in Wales ihre entscheidenden Spiele in der EM-Qualifikation.

Rangnicks A-Auswahl startet am 24. September in Linz gegen Israel in die Gruppe 3 von Liga B der Nations League. Drei Tage später folgt in Wien ein weiteres Heimspiel gegen den vom früheren ÖFB-Teamchef Franco Foda betreuten Kosovo. Danach warten im auf zwei Wochen ausgedehnten Länderspielfenster noch die Partien in Irland (1. Oktober) und im Kosovo (4. Oktober). Abgeschlossen wird die Gruppenphase mit einem Doppel am 14. November in Linz gegen Irland sowie drei Tage später in Debrecen gegen Israel.

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