Von: importer
Die österreichischen Handballer sind mit einem klaren Heimsieg gegen die Türkei in die EM-Qualifikation gestartet. Mykola Bilyk und Co. gewannen am Mittwoch nach zwischenzeitlichem Schwächeln in Graz noch deutlich mit 37:30 (19:15). Nächster Gegner ist am Sonntag auswärts Georgien, das am Donnerstag in Bergen gegen die mit Österreich in der Gruppe favorisierten Norweger in die Ausscheidung für das EM-Turnier 2028 startet.
Gegen die Türken begann die Mannschaft von Teamchef Iker Romero mit 4:0 perfekt. Daraufhin hatte man bei schnellen Gegenstößen der Gäste einige Probleme, dennoch ging Österreich mit einem Vier-Tore-Vorsprung in die Pause. Zu Beginn der zweiten Hälfte kamen die Gäste, begünstigt von schwacher Trefferquote der ÖHB-Auswahl, aber zweimal bis auf ein Tor heran. Nach dieser Schwächephase zogen die Österreicher jedoch wieder davon. Letztlich fiel der fix eingeplante Heimerfolg noch deutlich aus.
Fehlwürfe erschwerten Weg zum Erfolg
“Ich bin sehr zufrieden. Das war ein ganz wichtiger Sieg”, sagte Romero. Der Teamchef lobte die gute Deckungsarbeit, verwies aber auch auf die schlechten ersten Minuten nach der Pause. Kapitän Bilyk sah noch Luft nach oben. “So einfach, wie es das Ergebnis zeigt, war es nicht. Wir haben uns das Leben schon auch selber schwer gemacht mit unseren Fehlwürfen. Das darf uns natürlich nicht passieren, aber wir haben es hinten raus trotzdem wieder gut gemacht und eine souveräne Leistung gezeigt”, meinte Bilyk. Der wie Franko Lastro und Tobias Wagner sechsmal erfolgreiche Kapitän betonte: “Wir müssen das gegen Georgien definitiv ein Stück besser machen.”
Österreichs Topscorer war Sebastian Frimmel mit elf Toren. Länderspieldebütant Florian Budde gelangen drei Treffer. “Man versucht, so eine Chance zu nutzen. Es hat anscheinend gut geklappt. So ein Spiel abzuliefern, ist über dem, wovon man träumt”, sagte Budde. Die Teamleistung sei nicht zuletzt wegen der Schwächephase unmittelbar nach der Pause ausbaufähig. “Wenn man auf das Endergebnis schaut, sind wir aber zufrieden.”
Teilbereiche ausbaufähig
“Wir sind mit vielem zufrieden, außer mit der Abschlussquote, die war sehr ausbaufähig. Gegen andere Gegner rächt sich das. Wir hatten das Spiel aber immer unter Kontrolle, ich hatte keine Sorge. Es war ein guter Start in die Quali”, sagte ÖHB-Spordirektor Fölser. Auch in der Qualifikation für die EM 2026 hatte man die Türkei zweimal besiegt. Die beiden Topteams jeder Vierergruppe und die vier besten Gruppendritten lösen das Turnierticket. Das haben die Österreicher seit 2018 durchwegs geschafft. Bei der WM im Jänner ist man aber nur Zuschauer.




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