Tagger holte ihren ersten Sieg in einem Grand-Slam-Hauptbewerb

Tagger, Rodionov in 2. US-Open-Runde – Kraus, Grabher out

Dienstag, 01. September 2026 | 00:27 Uhr

Von: importer

Lilli Tagger und Jurij Rodionov sind am Montag in die zweite Runde der Tennis-US-Open eingezogen. Die Osttirolerin siegte gegen die Deutsche Tamara Korpatsch 6:0,7:6(4), Rodionov gewann gegen den Franzosen Giovanni Mpetshi Perricard 7:6(2),6:0,7:6(4). Das Aus kam hingegen für Sinja Kraus nach einem 3:6,0:6 gegen die als Nummer sieben gesetzte Tschechin Karolina Muchova und für Julia Grabher nach einem 3:6,0:6 gegen die an Nummer 16 gereihte Rumänin Sorana Cirstea.

Tagger holte bei ihrer US-Open-Premiere ihren ersten Sieg in einem Grand-Slam-Hauptfeld. Die 18-Jährige ließ Korpatsch im ersten Satz nicht den Funken einer Chance und führte auch im zweiten Durchgang bereits 4:0, ehe ein Leistungseinbruch erfolgte. Korpatsch holte fünf Games in Folge, Tagger erholte sich nur langsam und musste bei 5:6 zwei Satzbälle abwehren.

Tagger nun gegen Vorjahresfinalistin

Im Tiebreak lag die Österreicherin schon 1:4 zurück. Dann aber gewann sie sechs Punkte in Folge, servierte nach 1:56 Stunden mit einem Ass aus und fixierte damit den dritten Sieg im dritten Kräftemessen mit der Deutschen. In der zweiten Runde trifft Tagger auf die als Nummer zehn gesetzte US-Amerikanerin Amanda Anisimova, die im Vorjahr in Wimbledon und bei den US Open im Finale stand.

Gegen die Lokalmatadorin wird Tagger, die von ihren Eltern nach New York begleitet wurde, wohl in einem großen Stadion antreten. Auf die Frage, ob sie dafür bereit sei, meinte die Osttirolerin: “Aber sowas von.” Die Probleme im zweiten Satz nahm Tagger gelassen. “Das gehört dazu, wir sind alle Menschen, und Fehler passieren. Das Wichtigste ist, daraus zu lernen.” Sie habe beim Stand von 6:0,4:0 begonnen, nachzudenken und zu schauen, was passiert. “Da war es wichtig, nicht an den Stand zu denken und einen Weg zu finden.”

Korpatsch hatte körperliche Probleme

Korpatsch berichtete danach, sie sei einen Tag vor dem Match etwas krank geworden, habe Halsschmerzen und fühle sich schlapp. “Das Match war körperlich eine Quälerei für mich. Ich bin sehr enttäuscht, wie ich mich gefühlt habe. Das hat nicht so richtig Spaß gemacht”, sagte die Deutsche.

Rodionov sicherte sich den ohne Break verlaufenen ersten Satz im Tiebreak und ließ dem Aufschlagspezialisten Mpetshi Perricard im zweiten Durchgang keine Chance. Der dritte Satz verlief wieder ausgeglichen und ohne Break. Rodionov ließ bei 6:5 und Aufschlag Mpetshi Perricard vier Matchbälle aus, dominierte danach aber das Tiebreak.

Rodionov zum zweiten Mal in zweiter Grand-Slam-Runde

Für den Österreicher war es ebenfalls der Premierenauftritt im US-Open-Hauptfeld. Davor hatte er es nur bei den French Open dreimal ins Hauptfeld geschafft und dabei lediglich 2020 die erste Runde überstanden. Der 27-Jährige bekommt es nun mit dem Sieger aus Jakub Mensik (CZE-17) gegen Shintaro Mochizuki (JPN) zu tun.

Rodionov fühlte sich nach seinem Sieg laut eigenen Angaben “euphorisch. Taktisch habe ich genau das gemacht, was ich mir vorgenommen. Ich habe mich auf meinen Aufschlag fokussiert”, erklärte Rodionov, der kein einziges Break hinnehmen musste. “Entscheidend war, dass ich in den Tiebreaks mein bestes Tennis gezeigt habe und mental sehr ruhig geblieben bin.”

Kraus und Grabher chancenlos

Koffer packen heißt es hingegen für Kraus und Grabher. Erstere konnte gegen Muchova nur im ersten Satz halbwegs mithalten, als sie bei 2:5 zwei Satzbälle abwehrte. Im gesamten zweiten Durchgang entschied Kraus nur noch fünf Ballwechsel für sich.

Ähnlich chancenlos war Grabher gegen die 36-jährige Cirstea. Die Rumänin wurde zwar mehrmals an der Wade behandelt, hatte mit Grabher, die wegen Nackenproblemen ebenfalls behandelt werden musste, aber dennoch keine Probleme.

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen